Kinderzeit: Abraham – „Die Auswanderer“

Hey Kinder!

Heute geht’s um Abraham, einen Mann, der seine Heimat zusammen mit seiner Frau Sara, seiner Familie, seinen Schafen, Rindern – kurz mit allem, was er hatte, verlassen hat. Denn Gott hatte ihn ins gelobte Land gerufen…

Viel Spaß!

Die Geschichte

Gesprochen von den Kraft-Kids

Reporter: Guten Abend Frau Sarah, guten Abend Herr Abraham. Schön, dass Sie sich Zeit für uns nehmen.
Sarah: Guten Abend.
Abraham: Guten Abend. Danke für die Einladung.
Reporter: Sie sind ja ein erfolgreicher Unternehmer – ursprüglich aus Ur – mit einer großen Familie. Vor Jahren zog ihre Familie dann nach Haran um. Wie ging es Ihnen dort?
Abraham: Sehr gut. Die Schaf- und Ziegenherden wuchsen und gediehen. Ich musst mein Personal an Hirten und Dienern deshalb stark vergrößern.
Sarah: Es war natürlich nicht immer leicht, die Versorgung zu organsieren. Kochen, Backen, Krankenpflege. Damals hatten wir noch keine Kinder, daher konnten wir uns ganz der Arbeit widmen.
Reporter: Und aus welchem Grund sind Sie dann aus Haran ausgewandert? Mangelnde Weidegründe?
Abraham: Nein, nein. Wegen Gott. Er gab mir eines Nachts den Auftrag, ins Gelobte Land zu gehen – Kanaan. Damit verbunden war eine Verheißung, dass ich der Stammvater eines großen Volkes werden sollte.
Sarah: Was sehr komisch klang, da wir damals schon sehr alt waren. Zudem war ich unfruchtbar, konnte also keine Kinder bekommen.
Abraham: Stimmt. Ganz einfach ist es nicht, alles stehen und liegen zu lassen. Ich dachte an viele Dinge, die organisiert werden mussten. Doch wenn Gott ruft, dann sollte man nicht zögern und so sind wir dann so bald als möglich losgezogen.
Reporter: Das muss ja sehr spannend gewesen sein. Gab es Schwierigkeiten?
Abraham: Zunächst nicht. Doch meinen Herden wuchsen im fruchtbaren Kanaan sehr schnell. Ebenso die meines Neffen Lot. Es gab immer wieder Streitigkeiten zwischen unseren Hirten um Wasser und Weidegründe. Zum Teil auch mit Gewalt.
Reporter: Das konnte so nicht weitergehen?
Abraham: Richtig. Wir fanden eine Lösung. Lot zog mit seinen Leuten östlich des Jordans, wir gingen nach Westen. Ich hab ihm damals die Wahl gelassen.
Reporter: Herr Abraham: Wenn Sie zurückdenken, was war ihr größter Fehler?
Abraham: Hm, wir hatten damals ja keine Kinder und waren 80 und 90 Jahre alt.
Reporter: Richtig: Die Verheißung.
Abraham: Genau. Wie sollte das gehen? Vater eines großen Volkes ohne Nachkommen? Der Fehler war: Wir vertrauten Gott in dieser Sache nicht und Sarah meinte, ich solle ein Kind mit meiner Magd Hagar bekommen.
Sarah: Das gab natürlich Schwierigkeiten. Hagar benahm sich mir gegenüber unmöglich, als sie Ismael bekommen hatte. Ich habe das irgendwann nicht mehr ertragen.
Reporter: Was passierte dann?
Abraham: Ich habe Hagar mit ihrem Sohn weggeschickt. So viel ich weiß, hat sich Gott sehr gut um sie gekümmert.
Reporter: Wie ging es dann mit der Verheißung weiter?
Abraham: Eines Tages kamen drei Männer zu Besuch und kündigten an, dass Sarah in einem Jahr schwanger sein würde.
Sarah: Ich hab nur gelacht, als ich das hörte. Ich war damals wirklich schon uralt.
Abraham: Doch Gott ist gut. Er schenkte uns Isaak, einen guten jungen Burschen. Wir hätten Gott in dieser Sache nur mehr vertrauen müssen. Das Gute ist: Gott hält seine Versprechen, auch wenn wir meinen, dass erst mal nichts passiert und wir alles selbst in die Hand nehmen müssten.
Reporter: Das ist wohl war. Wie geht es Isaak jetzt?
Sarah: Er hat eine wunderbare Frau gefunden – Rebekka – die aus unserer Sippe aus der Heimat stammt.
Reporter: Eine interessante Geschichte. Wie geht es nun weiter?
Sarah: Wir sind hier sehr glücklich. Der Familie geht es gut. Bei Rebekka ist auch schon Nachwuchs unterwegs.
Abraham: Ja. Es ist ein tolles Land. Wir sind Gott sehr dankbar für seinen Segen, den Er uns gegeben hat. Wir haben ein tolles Leben und fühlen uns in Kanaan pudelwohl.
Reporter: Wunderbar. Ein schöner Abschluss. Vielen Dank für das Gespräch!
Sarah & Abraham: Gerne!

Das Lied -Abraham, verlass dein Land

Zum Anhören.

Hier gibt’s den Liedtext.

Die Erklärung

Die Erklärung zum Anhören.

Was Abraham alles erlebt hat, kannst du in deiner Bibel nachlesen. Es sind echt starke Geschichten. Was auffällt, ist: Abraham hat sein ganzes Leben auf Gott vertraut und Ihm geglaubt. Und Gott hat seine Versprechen wahrgemacht, auch wenn Abraham nicht perfekt war und manche Dinge unmöglich schienen.

Ich mache dir heute Mut: Verlass dich ganz auf Gott. Vertraue Ihm, dass Er es gut mit dir meint. Er liebt dich und will dein Bestes. Er wird dich durch dein Leben leiten, kann dir in deinen Schwierigkeiten helfen und Gott wird dich niemals verlassen. Das ist sicher!

Der Lernvers

Römer 4,20: Abraham zweifelte nicht, sondern vertraute Gottes Zusage.

Du kannst noch mehr drüber lesen in Römer 4,18-22.

Die Spielideen

Drei Spieletipps zum Thema Vertrauen:

Fallen lassen: Ein Kind stellt sich hin und verschränkt die Arme vor dem Körper. Es kann auch die Augen zumachen. Eine anderes Kind steht hinter ihm. Dann lässt sich das vordere Kind nach hinten fallen und das andere fängt es auf. Wenn Erwachsene dabei sind, kann man sich auch von einem Tisch fallen lassen.

Blind führen: Ein Kind bekommt die Augen verbunden, das andere muss es über einen Parcour führen. Kann man auch als Wettrennen gestalten.

Blind Sackhüpfen: Zwei Kinder stellen sich in einigem Abstand auf. Eines steigt in einen Sack und bekommt die Augen verbunden. Durch rufen versucht das andere Kind es zu sich zu lotsen. Kann man auch mit Hindernissen machen.

Wusstest Du, dass…

…Abraham und Sarah anfangs andere Namen hatten? Gott gab ihnen neue Namen: Abraham hieß Abram, was „der Vater ist erhaben“ bedeutet. Sein neuer Name ist auf Deutsch „Vater der Menge“. Sara („die Fürstin“ oder auch „die Erzmutter“) war Sarai, was „aus fürstlichem Haus“ heißt.


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