Predigt

Diesen Sonntag war es soweit. Ich habe in Uganda meine erste Predigt auf Englisch halten dürfen. Pastor Fred von der Bibelschule auf dem Prayer Mountain hatte mich eingeladen, dort in Buwampa in einer kleinen Kirche zu sprechen. Warum auch immer – Gott führt manchmal spannende Wege. Ich fühlte mich auf jeden Fall sehr geehrt. Ich hab bis zum Schluß nicht genau gewusst, was auf mich zukommt und WO genau es überhaupt hingeht. Anfangs war ich schon sehr nervös und als ich auf’s Boda-Boda gewartet hab, wäre ich am liebsten umgedreht, wie Jona, als der Auftrag bekam, nach Ninive zu gehen.
Die Kirche ist eine Holzkonstruktion mit löcherigem Blechdach. Die Bühne ist etwas erhöht und der Boden ist überall aus gestampftem Lehm. Man sitzt auf Plastikstühlen. Das tut der Fröhlichkeit aber keinen Abbruch. Im Gottesdienst war es… sehr afrikanisch. Anfangs, während die Leute kamen (die kamen später auch noch immer), haben ein Mann und eine Frau gebetet – sehr laut. Dann irgendwann ging es mit den Liedern weiter- es wurde getanzt, geklatscht, gejubelt. Das krasse Gegenteil von den Gottesdiensten bei uns…
Meine Predigt wurde dann live auf Luganda übersetzt (ein Sprache mit seeeehr langen Wörtern, zumindest kam es mir so vor). Ich hab darüber gesprochen, wie wertvoll jeder einzelne Mensch für Gott ist und was das für unser Leben bedeutet.
Letztendlich hat es dann doch Spaß gemacht 😊
Outreach
Was ist das schon wieder? Pastor Fred hatte mich am Abend noch eingeladen, mit in die Dörfer zu gehen. Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde. Nur soviel, dass wir von Tür zu Tür gehen würden, um den Menschen von Gott zu erzählen. Das ist bei uns eher weniger gerne gesehen.
Mit Doreen, einer Hebamme aus dem nahegelegenen Spital, sind wir zu den Menschen gegangen, haben uns erkundigt, wie es ihnen geht, von Gott erzählt, gebetet. Mehreren Muslima sind wir begegnet und haben mit ihnen über Jesus gesprochen.
Wenn man so in das ugandische Leben eintaucht, wird einem erst bewusst, wie es uns in Deutschland/ Österreich geht. Kinder in zerlumpter Kleidung, Waisen, alleinerziehende Mütter, bröckelige Lehmhütten, … . Es herrscht extrem viel Armut, obwohl viel für die Menschen hier getan wird.
Ein spannendes Erlebnis, das mich recht nachdenklich gemacht, aber auch ermutigt hat.
