
Die Mabamba-Wetlands
Der erste Ausflug von meiner Family und mir führte uns ins Mabamba-Feuchtgebiet nahe Entebbe. Bekannt ist dieses Schutzgebiet für den Shoebill – den Schuhschnabel. Die beste Zeit, um Tiere zu beobachten ist frühmorgens und deshalb sind wir kurz vor sieben an unserer Unterkunft zur Nakiwogo-Landingsite gestartet. Mitten durch den morgendlichen Verkehr in Entebbe. Wir wurden freundlich empfangen und sind in ein kleines Boot gestiegen. Eine knappe dreiviertel Stunde sind wir zum Sumpf gefahren.

War echt klasse, als wir Richtung Land kamen, das über und über mit Papyrus bewachsen war. Allein auf der Anfahrt haben wir viele Wasservögel gesehen.
Wir sind dann einen Kanal reingefahren, der immer schmaler wurde. Hin und wieder kamen uns kleinere Boote entgehen. Mit Leuten, Waren und manchmal war auch ein Motorrad an Bord. Irgendwann kamen wir an ein kleines Boot, bei dem wir angehalten haben. Unsere Ältste so: „Nein, da steig ich nicht ein!“ Mussten sie dann doch…

Dann gings in immer kleinere Kanäle. Unser Guide Stand vorne im Boot, um eine besser Aussicht zu haben. Hinter jeder Biegung hat der Sumpf wieder anders ausgesehen.









Durch die Sümpfe
Jesus-Vögel und Goliath-Reiher
Uns sind Jesus-Vögel (eigentlich Blaustirn-Blatthühnchen) begegnet, die hier so genannt werden, weil es so aussieht, als würden sie über Wasser laufen und der Goliath-Reiher, der einfach nur riesig ist. Wir hatten sozusagen biblische Begleiter 😀.

Als die Jünger ihn [Jesus] auf dem Wasser gehen sahen, waren sie zu Tode erschrocken. »Es ist ein Gespenst!«
Matthäus 14,26a (HfA)

Da trat aus dem Heer der Philister ein einzelner Soldat heraus: Goliat aus der Stadt Gat. Er war über drei Meter groß.
1.Samuel 17,4 (HfA)
Nach längerer Suche und mehrmals „verkehrsgerecht wenden in zwanzig Zügen“ mit dem Boot, hatten wir den Schuhschnabel entdeckt!
Der Schuhschnabel
Sogar zwei, wobei der zweite weiter im Sumpf drin war, wo das Boot nicht mehr hin konnte. Es musste eh schon mit den Stöcken vorwärtsbewegt werden weil zu viele Wasserpflanzen sich sonst in der Schiffsschraube verhängt hätten.
Der Vogel ist ziemlich riesig und schaut sehr urzeitlich aus.


Zurück zur Nakiwogo-Landingsite
Nachdem die Zeit um war, sind wir zurückgefahren zu unserem ersten Boot. Kaum waren wir zwanzig Minuten unterwegs, hat es angefangen extrem zu regnen – gut das wir ein Dach hatten! Zwar musste unser Fahrer immer wieder Wasser schöpfen 😮, aber es war alles gut.

Wir fanden’s echt klasse im Sumpfgebiet. Jederzeit wieder!
Ein Kommentar zu “Shoebill-Tracking im Mabamba-Sumpfgebiet”