Lifesaver – Eine Interpretation

Könnt ihr euch noch an eure Schulzeit erinnern? Da musste man – zumindest in der Oberstufe – zu allen möglichen (und unmöglichen) Gedichten eine Werkbetrachtung schreiben. Da galt es dann, jedes Wort auf seine Bedeutung zu untersuchen und eine möglichst tiefgründige Deutung zu verfassen. Oft hab ich mir gedacht: „Vielleicht hat der Autor das so geschrieben, weil er GENAU DAS damit sagen wollte und sonst nichts!?“ Aber leider bringt so eine Aussage weder Länge noch gute Noten, also hab ich mir dann doch irgendwas einfallen lassen.

Nun, heute schreibe ich FREIWILLIG eine Werkbetrachtung und zerpflücke ein Lied, weil ich dazu tatsächlich etwas zu sagen habe. Dass mir sowas mal passiert, hätte ich auch nicht geglaubt…

Es geht um das Lied „Lifesaver“ von „Sunrise Avenue“. Jedem, der ab und zu Radio hört, sagt diese Band und vielleicht sogar dieser Songtitel etwas.

Soweit ich weiß, ist keiner dieser Herren Christ und trotzdem ist man als Christ sofort versucht, den Text genau in diese Richtung zu deuten, nicht zuletzt, weil er – in meinem Fall – genau das ausdrückt, wie ich meine Beziehung zu Jesus sehe.

Hier nehme ich nur die mir wichtigsten Stellen heraus.

Don’t you ever tire
Facing all my fires
I don’t need no one but you right now

Das habe ich mich schon öfter gefragt: Wie kann es sein, dass Gott es nie müde wird, mir bei meinen Fehlern, Herausforderungen und Kämpfen zuzusehen? Und genau in diesen Situationen merken wir hoffentlich, dass es genau Gott ist, den wir brauchen. Bei mir ist es oft so, dass ich erst im nachhinein merke, wie dringend ich Gott genau in diesem Moment gebraucht habe, mich aber nicht voll auf ihn, sondern auf mich selbst verlassen habe. Und das geht meistens schief.

You help me wash away
The insane mistakes I made
And I see it in your face
My only source of grace

Das ist genau das, was Jesus für uns getan hat: Am Kreuz hat er alle unsere Sünden auf sich genommen. Wenn ich sie ihm bekenne, bereue und um Vergebung bitte, sind sie weg. Die Last hat er mir genommen.

Und ja, ich brauche nichts, als die Gnade von Gott – einer meiner Lieblingsverse dazu, der mir schon oft Kraft gegeben hat: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist im Schwachen mächtig.“ (2. Korinther 12.9)

No, I don’t take for granted
All the time you’ve wasted
Making sacrifices for a fool

Diese drei Zeilen sind die wichtigsten dieses Liedes für mich. Wie oft habe ich mir schon gedacht: Und für diesen Mist, den ich jetzt wieder verbockt habe, ist Jesus gestorben? Das hätte ich mir echt sparen können, dann wäre ihm auch was erspart geblieben. Genau das ist es nämlich: Er hat alles geopfert für einen Narren wie mich. Das ist Liebe. Bedingungslose, unendliche, unerschöpfliche Liebe. Und das einzige, das wir tun müssen, ist JA zu ihr zu sagen. Ich habe das getan und könnte ohne sie nicht mehr leben!

Und zu guter letzt noch der Refrain:

Oh, my friend, you’re holding out your hand
I take it like an oar from the depth
Hey, Lifesaver, I’m drowning in despair
But you’re fighting for me right until the end.
You pull me back to land and save me once again

Ja, Jesus ist mein Freund.

Ja, er streckt mir seine Hand entgegen.

Ja, er ist mein Lebensretter.

Ja, er hat für mich bis zum Ende gekämpft.

Ja, er rettet mich immer wieder. Jeden Tag neu. Immer, wenn ich diese Rettung für mich beanspruche. Und das darf ich, weil er mich liebt!

Falls du das Lied jetzt auch mal hören möchtest:

Fragen? Schreib mir gerne!

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