
Heute haben wir die „Rwenzori Founders Sculpture Gallery“ nahe Kasese besucht. Die Gründer haben auf dem weitläufigen Gelände eine spannende Kombination aus Kunst, Kaffee, ‚Sozialarbeit‘ und Umweltschutz geschaffen. Aber alles der Reihe nach…
Umweltschutz
Auf dem Gebiet wurden viele Bäume gepflanzt – sogar ein ganzer Hügel wurde vor zwangig Jahren begrünt, was viele Vorteile hat. Unter anderem haben sich viele Vogelarten (neu) eingefunden, das Klima ist kühler, das Wasser wird besser zurückgehalten. Momentan versuchen sie von der Regierung die Erlaubnis zubekommen, Affen anzusiedeln.

Der begrünte Hügel im Vordergrund im Gegensatz zu dem eher dürftig bewachsenen im Hintergrund.
‚Sozialarbeit‘
Um die Menschen in den Dörfern einzubinden, werden sie unterstützt. 1000 Baumsetzlinge wurden an die umliegenden Grundbesitzer verteilt, ihnen erklärt, wie man sie pflegt. Jeder bekam 2 Bäume, die essbare Früchte tragen, und vier, die dem Boden und Mikroklima guttun – alles einheimische Arten. Dadurch hilft man den Menschen und schafft ein Umweltbewusstsein, sodass die Leute miteinander sich für eine gesunde Umwelt einsetzen und gleichzeitig davon profitieren.
Kaffee
In einem kleinen Café kann man lokalen Kaffee genießen und selbstgemachte Spekulatius kosten (das Rezept haben sie von einem Holländer).

Kunst
Hier sind 22 Leute beschäftigt, die sich im künstlerischen Bereich austoben. Zum einen das Bearbeiten von verschiedenen Steinen aus dem nahen Rwenzori-Gebirge, z.B. Granit, Kalk, Obsidian, Quarz, … Zum anderen ist es die einzige Bronzegießerei in Uganda.
Steine

Rohmaterial

Werkzeuge

Begonnene Skulptur

Fertige Skulpturen
Da der Stein teilweise extrem hart ist, dauert es viele Tage oder Wochen, bis eine Figur fertig ist.
Kunst aus Bronze
amech heiratete zwei Frauen: Ada und Zilla. Ein Sohn Adas war Jabal – von ihm stammen alle ab, die mit ihren Herden umherziehen und in Zelten wohnen. Sein Bruder hieß Jubal – auf ihn gehen alle die zurück, die Laute und Flöte spielen. Auch Zilla bekam einen Sohn: Tubal-Kain; er war der Erste, der Geräte aus Bronze und Eisen herstellte. Seine Schwester hieß Naama.
1.Mose 4,19-22 (HfA)
Emmanuel, unser Guide, hat uns den Prozess des Bronzegießens von Anfang bis Ende erklärt.

Das Modell, nach dem die Bronzefigur gefertigt werden soll.

Die umgebende Form – rot ist der Abguß des Modells aus Silikon.

Das Wachsmodell aus der Silikonform. Es wird später ausgeschmolzen. Das Wachs wurde für den Zweck optimiert und besteht aus drei verschiedenen Wachsen, unter anderem aus Bienenwachs.

Um das Wachs wird jetzt die eigentliche Gußform aus verschiedenen Sandarten und einem Bindemittel geformt.

Der Ofen zum Ausschmelzen des Wachses wird mit Holz befeuert.

Die Brennkammer. Es ist äußerst wichtig, die richtigen Temperaturen zu halten, damit die Formen nicht zerstört werden.

In einem Granittiegel wird die Bronze geschmolzen. Befeuert wird erst mit Holzkohle, dann mit einem Gebläse und recycletem Motoröl. Die Bronze braucht eine Temperatur von 1200°C zum Verflüssigen.

Die Werkzeuge zum Herausholen des Tiegels und zum Gießen der Bronze in die Gußform.

Nachdem die Form zerstört wurde, bekommt man den Rohling, der…

…in mühevoller Handarbeit zum fertigen Gußteil bearbeitet wird.

Eine fertige Figur…

…die sich noch mit verschiedenen Salzen (Metallnitraten/ -sulfaten) dauerthaft färben lässt.

Dieser Büffel (hier die Lehmform) wird eines Tages vor einem Hospital in Kasese stehen. Produktionsdauer: ca. 2 Jahre. Er wird aus 40 Teilen gegossen und kostet am Ende mehrere zehntausend Euro. Bezahlt von einem privaten Sponsor.





