Real Life – Meine Real Life Story: und die Sache mit Gott (Philipp Mickenbecker)

Leben wir, dann leben wir für den Herrn, und sterben wir, dann sterben wir für den Herrn. Ganz gleich also, ob wir leben oder sterben: Wir gehören dem Herrn.

Römer 14,8 (HfA)

Darum geht es:

Do something! ist das Motto der Real Life Guys, die auf Youtube und im echten Leben eine Menge Follower gefunden haben.

Philipp und sein Zwillingsbruder Johannes wachsen in einer christlichen Familie auf. Sie interessieren sich für die Natur, fotografieren und sind unglaublich neugierig. Und kaum zu bändigen – sie haben die verrücktesten Ideen und setzen sie auch um. Sie spielen Streiche, hacken das Netzwerk der Schule und müssen auch mehrmals die Schule wechseln. Sie kriechen in verlassene Bunker, sind draußen im Wald um Fotos zu machen und stellen irgendwann fest: Die heutige Generation verbringt so viel Zeit in Social Media und verpassen dabei das echte Leben, das Real Life.

Zusammen mit Freunden „gründen“ sie die Real Life Guys und animieren junge (und junggebliebene) Menschen dazu, Dinge zu erfinden, zu bauen und dazu gibt’s von vielen Sachen Youtubevideos. „Hör mal wer da hämmert“ für Jugendliche. U-Boote, Fahrzeuge und fliegende Badewannen werden gebaut; auch ein Traumhaus im Wald entsteht; viele Abenteuer werden erlebt. Trotz des christlichen Hintergrunds ist für Philipp die Sache mit Gott nicht so klar. Trotzdem ist das Leben gut.

Doch Philipp erlebt zwei Schicksalsschläge, die ihn prägen: Seine geliebte Schwester stürzt mit einem Kleinflugzeug ab und stirbt und er selbst bekommt einen Tumor im Brustbereich. Die Chemo bringt ihn zum Verzweifeln und setzt ihm schwer zu. Doch nach einer harten Zeit ist der Tumor Geschichte. Das Leben geht trotz allem weiter, er ist auf der Suche nach Gott und mit den Real Life Guys beschäftigt. Doch eines Tages kehrt der Tumor zurück. Doch eine Chemo will er nicht nochmal erleben. Daher legt er sich mit den Ärzten an, streitet, sucht alternative Heilmethoden, und letztendlich findet er nach langer Suche Gott, der deutlich in sein Leben spricht. Der Tumor wird bei der Alternativen Behandlung zwar kleiner, aber eine wirkliche „Wunderheilung“, wie Philipp sie sich wünschen würde – ein Fingerschnippen und er ist gesund – gibt es nicht…

Doch hat er verstanden, dass Gott ihn liebt, bei ihm ist, zu dir und zu mir spricht. In allen Lebenslagen.

Was gefällt mir an dem Buch:

  • „Meine Real Life-Story“ ist mitten aus dem Leben geschrieben.
  • Mir gefällt die Offenheit des Buches, wenn es um das Erleben und den Umgang mit Gott geht. Ich finde für Menschen, die an Gott zweifeln ein gutes Buch, weil es Philipp ja genauso ging. Er war auf der Suche und hat trotz allem Hinterfragen, Zweifeln, Schicksalsschlägen, Erlebnissen den Zugang und den Weg zu Gott gefunden. Philipp stellt sich nicht als Powergläubiger dar, der über alle Zweifel erhaben ist. Er lässt sie zu – das tut gut.
  • Natürlich gefallen mir auch die ganzen coolen Aktionen der Real Life Guys, die Philipp beschreibt. Da hat man echt Lust, wieder mal was zu bauen und mit den Händen zu schaffen.
  • Philipp und sein Bruder scheinen einen unbändigen Freiheitswillen zu haben. Sie lassen sich nicht in ein Schema pressen – sehr zum Leidwesen der Lehrer.
  • Auch wenn Philipp erst Anfang zwanzig ist, als er das Buch schreibt, spricht doch so viel Weisheit im Umgang mit Fragen, Leid und Zweifeln aus ihm. Das erstaunt mich immer wieder und fasziniert mich.
  • Ich finde die Freundschaften, die Philipp beschreibt, unglaublich wertvoll. Mich freut es sehr, dass er so gute Freunde hatte.

Was können wir aus dem Buch lernen:

  • Wie man die Zweifel zu Gott bringen kann und wie Er sie in Glauben verwandelt.
  • Dass das Leben „da draußen“ abläuft – nicht im Internet (obwohl ich als Hobby-Blogger da eigentlich anderer Meinung sein müsste😉).
  • Dass man Freunde braucht, die mit einem durch’s Leben gehen. Diese Freundschaften sind so immens wichtig, dass man sich genug Zeit nehmen muss, um sie zu pflegen.
  • Dass man nicht immer verstehen kann, wie Gott handelt und warum. Warum musste Elli, Philipps Schwester, so früh sterben und warum starb Philipp so jung an dem Tumor? Das sind Fragen, die man sich stellen kann, auf die man aber hier auf dieser Welt (oft) keine Antwort bekommt. Das muss man aushalten können.
  • Den Umgang mit Leid und wie man alles zu Gott bringen kann.

Einer der Bibelverse, die Philipp wichtig wurden:

Aber alle, die ihre Hoffnung auf den HERRN setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft. 

Jesaja 40,31 (HfA)

Das Buch: (Philipp Mickenbecker, „Meine Real Life Story: und die Sache mit Gott“ (ISBN 978-3-863342-83-8), adeo Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Wetzlar, 224 Seiten

Das Bild: Verlagsfoto

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