Familienleben: Starke Mütter aus der Bibel – Mütter (II)

Von Anfang an spielen die Frauen bzw. Mütter in der Bibel ein wichtige Rolle. Sie werden unterschiedlich ausführlich beschrieben. Manchmal kennen wir ihre Vorgeschichte, manchmal nicht mal den Namen. Und wir können viel von ihnen lernen…

Eva – die Mutter der Menschheit (1.Mose 3ff)

Adam schlief mit seiner Frau Eva, sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. »Mit der Hilfe des HERRN habe ich einen Sohn bekommen!«, rief sie aus. Darum nannte sie ihn Kain (»Gewinn«).

1.Mose 4,1 (HfA)

Adam wurde von Gott als erster Mensch geschaffen. Gott macht aus einer Rippe Adams eine Frau, ein Wesen, „das zu ihm passt“ (1.Mose 2,23). Die beiden lebten im Garten Eden und später verführt die Schlange (der Satan) Eva zum ersten Übertreten von Gottes Geboten. Adam macht mit. Als Strafe wird Adam hart arbeiten müssen, um überleben zu können und die Frau wird ab jetzt nur unter Schmerzen Kinder gebären können (1.Mose 3,15-16). Nach diesem Sündenfall gibt Adam der Frau, einen Namen: „Eva„, was „Leben“ bedeutet. Sie wird die Stammmutter der Menschheit (1.Mose 3,20). Eva bringt ihr erstes Kind – Kain – zur Welt, danach Abel. Kain tötet Abel allerdings und Eva bekommt einen weiteren Sohn names Set („Ersatz„), denn sie ihre ersten beiden Söhne verloren (Kain muss fliehen). Sehr viel mehr wissen wir über Eva nicht. Doch es ist in ihrem Leben wirklich extrem viel passiert.

Learnings:

  • Wir alle sind empfänglich für die Sünde – das Fehlverhalten – egal, ob wir behütet, wie im Paradies, leben oder in dieser gefallenen Welt.
  • Glaub nicht alles, was jemand sagt und vor allem nicht, wenn es sich zu gut, um wahr zu sein, anhört.
  • Bedenke die Folgen deines Handelns. Du wirst die Konsequenzen – gute oder schlechte – tragen müssen.
  • Trotz alledem: Es gibt immer wieder die Chance auf einen Neustart!

Hanna – Mutter des Propheten Samuel (1.Samuel 1)

Vor lauter Verzweiflung weinte Hanna hemmungslos. Unter Tränen betete sie und versprach dem HERRN: »Allmächtiger Gott, du siehst doch mein Elend. Wenn du Erbarmen mit mir hast und mich nicht vergisst, sondern mir einen Sohn schenkst, will ich ihn dir zurückgeben. Sein ganzes Leben soll dann dir, HERR, gehören.

1.Samuel 1,10-11a (HfA)

Elkana hatte zwei Frauen: Peninna, von der er schon mehrere Kinder hatte und Hanna, die bisher kinderlos geblieben war. Grund genug für Peninna Hanna zu verspotten. Jedes Jahr reiste die Familie nach Silo, um im dortigen Heiligtum zu beten.

Hanna war extrem traurig und weinte im Gebet. Dabei bewegte sie ihre Lippen. Der Hohepriester Eli dachte erst, sie sei betrunken und wollte sie aus dem Heiligtum werfen. Doch Hanna erklärt Eli die Situation und er sagt ihr Gottes Hilfe zu. Bald darauf wurde Hanna mit Samuel schwanger.

Hanna hatte versprochen, ihren Sohn Gott zu geben. Nach einigen Jahren bringt sie ihren Sohn in die Obhut Elis, damit dieser ihn zu einem Diener Gottes ausbilden konnte. Samuel wurde später ein großer Prophet, der für Gott zum Beispiel den israelitischen König David gesalbt hatte.

Learnings:

  • Lass dich von Spott und falschen Anschuldigungen nicht unterkriegen und bringe alle deinen Anliegen vor Gott. Er steht dir bei.
  • Gott erhört Gebete! Samuel bedeutet „von Gott erbeten„…
  • Gott hat einen Plan, auch wenn es erst mal nicht so aussieht und du nicht verstehen kannst, warum was passiert (oder nicht geschieht).
  • Halte deine Zusagen/ Versprechen ein.

Moses Mutter (2.Mose 2)

Sie nahm einen Korb aus Schilfrohr und dichtete ihn mit Erdharz und Pech ab. Dann legte sie das Kind hinein und setzte es im Schilf am Nilufer aus.

2.Mose 2,5

Das Volk Israel lebte schon lange in Ägypten und wurde sehr groß. Der Pharao gab den ägyptischen Hebammen den Befehl, alle israelitischen Jungen, denen sie auf die Welt halfen, sofort zu töten (2.Mose 1,16). Doch sie weigerten es zu tun und schließlich sollten alle Jungen in den Nil geworfen werden (2.Mose 1,22).

In diesem Umfeld kommt ein besonderer Junge zur Welt. Seine Mutter versucht ihn zu verstecken, aber irgendwann geht es nicht mehr und sie entschließt sich, das Kind in einem Körbchen im Nil auszusetzen. Die Schwester – Miriam – sollte das Kind beobachten. Die Tochter des Pharaos, die im Nil badete, fand das Kind und Miriam berichtete ihr von einer „hebräischen Frau“, die gerade stillen würde und sich um das Kind kümmern könnte. So kam der Junge wieder zurück zu seiner Mutter, die auch noch für’s Stillen bezahlt wurde. Später kam er in den Palast und wurde „Mose“ = „herausgezogen“ genannt.

Learnings:

  • Bezüglich der Hebammen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!
  • Sei schlau wie Moses Mutter und suche Wege, deiner Familie/ deinen Kindern Gutes zu tun.

Rebekka – Jakobs Mutter (1.Mose 25+27)

Als sie merkte, dass es Zwillinge waren, die sich im Mutterleib gegenseitig stießen, seufzte sie: »Jetzt bin ich endlich schwanger. Warum müssen sich meine Kinder nun ausgerechnet bekämpfen?«

1.Mose 25,22 (HfA)

Die Geschichte von Jakob ist sehr spannend und hat alles, was ein gutes Drama (allerdings mit Happy End) braucht. Jakob hatte einen Zwillingsbruder namens Esau, der komplett anders war: Er war ein rauher, haariger, wilder Typ – das gefiel ihrem Vater Isaak, außerdem kam Esau kurz vor Jakob auf die Welt. Rebekka bevorzugte allerdings Jakob. Eines Tages kam Esau von der Jagd nach Hause und war sehr hungrig. Jakob kaufte ihm darauf das Erstgeborenenrecht für ein Butterbrot bzw. Linsengericht ab! Zusammen mit seiner Mutter fasste Jakob einen Plan wie sie nun den Segen des Vaters für den Erstgeborenen erschleichen konnten. Der Plan gelang, brachte aber Feindschaft zwischen die beiden Brüder – kein Wunder! Doch Gott war mit Jakob, der viel mitmachen musste und schließlich sogar gegen Gott kämpfte (daher der neue Name Israel).

Learnings:

  • Gott kann aus allem etwas machen und Er hat einen Plan.
  • Behandle deine Kinder fair. Zeig ihnen deine Liebe.
  • Denke mal drüber nach, ob du eines deiner Kinder bevorzugst. Was macht das mit dem Kind und mit den Geschwistern?

Eine kanaanitische Mutter (Matthäus 15,21-28)

»Ja, Herr«, erwiderte die Frau, »und doch bekommen die Hunde die Krümel, die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.«

Matthäus 15,27 (HfA)

Die Tochter der kanaanitischen Frau (ihren Namen kennen wir nicht) war von einem bösen Geist besessen und die Frau bat Jesus, ihr zu helfen. Er sagte allerdings, dass Er nur einen Auftrag für das Volk Israel hatte. Doch die Mutter ließ nicht locker. Jesus erwiderte, dass „es nicht recht ist, den Kindern das Brot wegzunehmen“ und darauf die Frau: „Und doch bekommen die Hunde die Krümel, die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.“ Damit war Jesus überzeugt und ich denke, auch beeindruckt von ihrem Glauben und Er half dem Mädchen doch.

Learnings

  • Man kann Gott (manchmal) umstimmen! Mose (5.Mose 9,25-29) oder den Einwohnern von Ninive (Jona 3) gelang das auch.
  • Lass nicht locker, auch wenn es erst mal so aussieht, als ob alles gegen dich ist. Gott möchte manchmal deinen Glauben prüfen und trainieren.
  • Glaube und vertraue Gott!

Zippora weiß, was zu tun ist (2.Mose 4,24-26)

Da nahm Zippora rasch einen scharfen Stein, schnitt die Vorhaut am Glied ihres Sohnes ab […]

2.Mose 4,25a (HfA)

Als Gott den Bund mit Abraham schloss, sollte als Zeichen jedes männliche Kind am achten Tag beschnitten werden (1.Mose 17,12-13). Offensichtlich hat sich Mose nicht daran gehalten, denn eines Nachts „fiel Gott über ihn her und wollte ihn töten„. Zippora begreift die Situation und macht eine Art „Notbeschneidung“ bei dem Jungen und Gott verschont Mose. Eine krasse Geschichte.

Learnings:

  • Gott wünscht sich/ erwartet Gehorsam.
  • Kenne Gottes Wort und handle danach.
  • Gott handelt nicht immer so, wie wir es uns denken.
  • Sei immer bereit, da Richtige zu tun.
  • Sei mutig!

Maria – die Mutter von Jesus (Johannes 2,1-12)

Doch Jesus antwortete ihr: »Es ist nicht deine Sache, mir zu sagen, was ich tun soll! Meine Zeit ist noch nicht gekommen!« Da sagte seine Mutter zu den Dienern: »Was immer er euch befiehlt, das tut!«

Johannes 2,4-5 (HfA)

Maria, die Verlobte von Josef, ist eine ganz besondere Frau. Gott hatte sie auswerwählt, damit sie Jesus, Seinen Sohn, den Retter der Menschheit, auf die Welt bringen sollte (Lukas 1,28-38). Sie wurde vom Heiligen Geist schwanger und war noch nicht verheiratet. Sie war etwa 14 Jahre jung. Und sie vertraute Gott.

Eines Tages verlieren Maria und Josef – inzwischen verheiratet – den zwölfjährigen Jesus während des Passahfestes in Jerusalem. Nach langer Suche finden sie Jesus im Tempel, dem „Haus Seines Vaters„. Diese Aussage begriffen sie erst nicht, aber Maria „dachte immer wieder über das nach, was geschehen war.“ (Lukas 2,41-52)

Sie muss es aushalten, dass Jesus sie in einer Situation abweist (Lukas 8,19-21), um Seinen Zuhörern etwas zu verdeutlichen und sie muss mit ansehen, wie ihr Sohn am Kreuz stirbt (Johannes 19,25).

Und Maria spielt die entscheidende Rolle bei Jesus‘ erstem Wunder: Auf einer Hochzeit in Kana geht der Wein aus – ein No Go! Also sagt sie, dass Jesus Wein besorgen solle, doch Er will erst nicht. Doch das scheint sie nicht zu stören: „Da sagte seine Mutter zu den Dienern: »Was immer er euch befiehlt, das tut!«“ Und Jesus ist ein braver Sohn und kümmert sich doch um den Wein…

Learnings:

  • Vertraue auf Gott, auch wenn du erst mal nicht weißt, was es zu bedeuten hat, was dir gerade passiert.
  • Gott kann dich gebrauchen, egal wie alt du bist.
  • Denke über die wichtigen Dinge sorgfältig nach, damit du begreifst was passiert.
  • Du kannst deine Kinder nicht vor allem Übel beschützen. Du kannst für sie beten und Gott vertrauen – egal, was passiert.
  • Gib deinen Kids einen Schubs, wenn du merkst, dass sie ihn benötigen.

Und viele mehr…

Ehre deinen Vater und deine Mutter, und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«

Matthäus 19,19 (HfA)

Darüber hinaus werden noch viele andere Mütter in der Bibel erwähnt. Zum Beispiel Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, sie wurde erst in hohem Alter schwanger, wie auch Sara, die Frau Abrahams. Oder Rahel, die Frau Jakobs – sie wird neben Lea und Bilha die Mutter der zwölf Stämme Israels. Die Mutter der beiden Jünger Jakobus und Johannes („Donnersöhne„) will für ihre beiden Jungs einen Platz im Reich Gottes an der Seite von Jesus sichern (Matthäus 20,20). Oder Batseba, die Frau von König David, wird trotz dessen Fehltritt die Mutter größten Königs von Israel: Salomo.

Die Bibel ist voller bewegter Geschichten und verwirrter Lebenswege, doch schließlich kommt Gott trotzdem zu Seinem Ziel: die Erlösung von uns Menschen vom ewigen Tod und damit die Gemeinschaft mit Ihm für alle Zeit. Dabei spielten die ganzen Mütter eine tragende Rolle.

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