
Sinnbilder
Als ich bei der ersten Morgenandacht auf dem Prayer Mountain in Uganda dieses Bild gemacht hab, ist mir ein Eindruck in den Sinn gekommen: Etwas Neues entsteht. Im Anschluss sind mir dann weitere Sinnbilder für das „Neue“ über den Weg gelaufen: In meiner Reisebibel, die ich nur unterwegs lese, war „zufällig“ das Buch „Haggai“ (einer der Propheten) eingemerkt – dazu später mehr. In Jinja sitzt man direkt an der Nilquelle – ein neuer Fluß entsteht. Oder auch die quirligen Webervögel. Sie bauen ein Nest:

Dem Weibchen gefällt es nicht, also wird es kaputt gemacht:

Doch der junge (oder ältere) Mann gibt nicht auf und fängt von vorne an:

Ein paar Tage später ist mir bei Bibellesen folgende Stelle aus Lukas 5,37-38 begegnet, in der Jesus das Kommen des Reiches Gottes schildert. Wie man jungen Wein nicht in alte, spröde Weinschläuche füllt, weil es sie sonst zerreissen würde, passt auch das Reich Gottes nicht in unsere alten, vorgefassten Schemen und Religionen. Es hat das Potential vieles zu sprengen und einfach neu zu machen.
Für mich war klar, dass dieses Neue mit zwei Dingen zu tun hat: Zum einem mit unserem Hilfsprojekt „Die Tasche“ und dass andere möchte ich hier nicht preisgeben.

Wie sieht’s bei dir aus?
Ist bei dir etwas Neues am werden? Stehst du vor Veränderungen? Bist du in Aufbruchstimmung?
Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?
Jesaja 43,19 (LU17)
Manchmal erkennt man es wirklich nicht. Wir Menschen haben oft Angst vor Veränderungen. Was, wenn man mich in der neuen Arbeitsstelle nicht mag? Was, wenn eine andere Partei an die Macht kommt? Wie hoch ist das Risiko, dass etwas schief geht? Was tu ich, wenn ich hinfalle?

Ein Risiko
Sicher ist es ein Risiko, wenn man etwas neues wagt, aber es bietet immer eine Chance. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Es kann aber auch ein Risiko sein, im Alten verhaftet zu bleiben. Jetzt kommen wir zum Propheten Haggai. Der Jerusalemer Tempel ist zerstört. Die Menschen kümmern sich nur um ihr eigenes Ding und arbeiten hart. Sie machen weiter wie immer und das, was sie tun, trägt kaum Früchte:
Ihr habt viel Saat ausgesät, aber wenig geerntet. Ihr esst und werdet nicht satt, ihr trinkt und bleibt durstig. Was ihr anzieht, wärmt euch nicht, und das sauer verdiente Geld rinnt euch nur so durch die Finger. Darum sage ich, der HERR, der allmächtige Gott: Begreift doch endlich, warum es euch so ergeht! Steigt hinauf ins Gebirge, schafft Holz herbei und baut den Tempel wieder auf! Daran habe ich Freude, so ehrt ihr mich, den HERRN.
Haggai 1,6-8 (HfA)
Manchmal ist ein „Weitermachen wie bisher“ gut und richtig, aber es gibt Zeiten, da muss man sich fragen, ob es wirklich Sinn macht. Wenn dein Tun keine Früchte trägt, musst du vielleicht deine Methode/ deine Handlungen überdenken. Die Leute zur Zeit Haggais haben gemeint es passt so, es ist halt so. Aber dem war nicht so! Sie sollten zu Gott umkehren, Seinen Tempel wieder aufbauen und Ihn ehren – und Gott würde sie dafür belohnen (Das Buch Haggai hat nur zwei Kapitel – kann man schnell lesen).
Denk mal nach, ob es in deinem Leben Dinge gibt, die vielleicht Veränderungen bedürfen oder die du neu anpacken solltest. Geh das Risiko ein. Bring es zu Gott im Gebet – Er gibt uns Weisheit für jede Lebensentscheidung – und wenn Er antwortet: handle danach!

Etwas muss sterben
Manchmal muss etwas Altes sterben, damit etwas Neues kommen kann:
Ich sage euch die Wahrheit: Ein Weizenkorn, das nicht in den Boden kommt und stirbt, bleibt ein einzelnes Korn. In der Erde aber keimt es und bringt viel Frucht, obwohl es selbst dabei stirbt.
Johannes 12,24 (HfA)
Das können liebgewordene Gewohnheiten sein, vielleicht ein Umzug in eine andere Stadt oder ein anderen Land, oder einfach Zuhause überflüssigen Krempel loswerden.
Vor allem unser Ego sollten wir kreuzigen und ein neues Leben mit Jesus, ausgerüstet mit dem Heiligen Geist, starten…

Schief gelaufen
Hingefallen? Das passiert. Da kannst du von dem Webervogel lernen: Er fängt einfach nochmal an, in der Hoffnung, dass es beim nächsten Mal besser wird. Das gilt auch, wenn wir Fehler begangen haben: Gott um Vergebung bitten und versuchen, es bei der kommenden Gelegenheit anders zu machen. Gott ist großzügig und vergibt uns unsere Schuld. Dafür ist Jesus ans Kreuz gegangen. Nicht damit wir mit einem Hurra! sündigen können, sondern damit die Schuld bezahlt ist, wenn wir trotz bemühen immer wieder stolpern und hinfallen.

Aufbruchstimmung
Wenn du schon in Aufbruchstimmung bist, du fühlst, dass etwas Neues dran ist, dann nutze dieses Moment aus und gehe die Veränderungen im Hören und Vertrauen auf Gott an!
Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem HERRN! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg.
Sprüche 3,5-6 (HfA)
Getreu dem alten Pfadfinderspruch: