Ein bisschen locker sein…

Bierernst!?

Wenn an Gott denkt, sieht man oft einen bierernsten, griesgrämigen, alten Mann vor sich, der damit schwer beschäftigt ist, die Welt zu regieren und Menschen zu bestrafen. In Ihm steckt viel mehr: Ja, Er ist der kreative Schöpfer und der gerechte Richter. Ja, Er ist der allwissende König und allmächtige Herrscher. Er ist aber auch der liebevolle Vater, der Seinen Sohn für uns gab und der sich um uns kümmert. Er wartet auf uns mit offenen Armen. Und: Gott hat Humor. Scheinbar unglaublich, oder? Es ist kein schenkelklopfender Brachialhumor. Es gibt einige Stellen in der Bibel, die in meinen Augen (hintergründig) humorvoll sind:

Turmbau zu Babel (1. Mose 11,1-9, HfA): Die Menschen bauen einen riesigen Turm, mit einer Spitze „die bis zum Himmel reicht.“ Was tut Gott: „Da kam der Herr vom Himmel herab, um sich die Stadt und das Bauwerk anzusehen, das sich die Menschen errichteten.“ (Vers 5).

Eine meiner Lieblingsgeschichten ist Matthäus 17,24-27 (HfA): Es geht um das bezahlen der Tempelsteuer. Für diesen Zweck benötigen die Jünger Geld. Anstatt dass es aus dem Geldbeutel genommen wird oder Jesus eine Münze erscheinen lässt, sagt Er folgendes zu Petrus: „Doch wir wollen ihnen keinen Anlass geben, sich über uns zu ärgern. Darum geh an den See und wirf die Angel aus. Dem ersten Fisch, den du fängst, öffne das Maul. Du wirst darin genau die Münze finden, die du für deine und meine Abgabe brauchst. Bezahle damit die Tempelsteuer!“ (Vers 27) Eine ausführliche Betrachtung zu der Geschichte findet ihr unter „Bibelstudium.de„.

Jesaja schreibt über die Menschen seiner Zeit (Jesaja 44, 16&17, HfA): Den einen Teil des Holzes werfen sie ins Feuer, braten ihr Fleisch darüber und lassen es sich schmecken. Sie sitzen an der Glut und sagen: ›Ah, diese wohlige Wärme, das tut gut!‹ Aus dem übrigen Holz aber schnitzen sie sich einen Götzen. Sie verbeugen sich vor ihm, werfen sich zu Boden und beten: ›Rette mich doch, denn du bist mein Gott!‹ Manchmal denke ich mir, dass wir unsere Götter genauso selber machen…

Weitere Stellen, die einen zum Schmunzeln bringen können:

  • Matthäus 23,24
  • Sprüche 11,22
  • 1.Samuel 21,11-16

Ich glaube, dass auch Gott manchmal lachen muss und sich wirklich über uns Menschen freut. Es steht nicht viel über Gottes Lachen wörtlich in der Bibel, wohl aber über die Dinge, an denen Er Freude hat. Sicherlich macht Ihn vieles, was hier auf der Welt passiert, traurig und zornig. Doch Er hat auch die Freude und das Lachen und den Humor erfunden. Warum sollten wir davor zurückschrecken?

Christen

Wenn man einen Christen beschreiben soll, ist das erste Merkmal, das einem einfällt, sicher nicht der Humor. Viel zu oft sind wir ernst und versuchen ja nichts falsch zu machen und versäumen es nicht, andere ebenfalls darauf hinzuweisen, was sie denn nicht alles falsch machen. Ich glaube, wir sollten uns entspannen und nicht so wichtig nehmen, das Leben genießen, Gott dankbar sein für die Dinge, die uns Freude machen. Sorgen bringt das Leben von allein. Es heißt ja auch nicht „Traurig ist das Volk, dessen Gott der Herr ist“ sondern „Fröhlich“. Wenn wir uns zu Herzen nehmen, dass wir gerne mal lustig und freudig sein dürfen – auch über die Freude über die Erlösung hinaus – dann lässt sich manches leichter ertragen und wir wirken vielleicht nicht mehr so verschroben und seltsam auf andere Menschen. Es geht nicht ums Verstellen und das Vorspielen einer lustigen Fassade.

Es gibt Menschen, die eher ruhig und schwermütig sind – das ist in Ordnung und es gibt die, die ein fröhliches Naturell haben. Denen möchte ich Mut machen: Versteckt Euch nicht und legt eure Fröhlichkeit nicht vor der Kirche ab, sondern bringt durch Eure Art ein kleines bisschen Spaß und Freude in das Leben von anderen Menschen. Und denen, die nur ernst sind und sowas nicht gutheißen können, möchte ich mitgeben: Seid mal ein bisschen locker und überlegt, wer den Humor erfunden hat…

Danke für’s Lesen!

Sei gesegnet!

Witz und Humor sind Gottesgaben ersten Ranges, und sie sind hier wohl am Platz.

Theodor Fontane

Witze

Ich kenne doch einige Witze. Leider sind die, die mir am besten gefallen, solche, die ich hier nicht unbedingt erzählen würde… Es gibt auch christliche Witze, aber die sind zum Teil echt lahm. Manchmal sind sie „gefährlich“ in der Hinsicht, dass sowas schnell ins Blasphemische abrutschen kann – das wäre nicht gut.

Hier ein paar „nette“ Beispiele:

Ein katholischer Priester, ein evangelischer Pfarrer und ein jüdischer Rabbi unterhalten sich darüber, wann das Leben beginnt. „Mit der Zeugung“, sagt der Priester. „Nein, natürlich mit der Geburt“, meinte der Pfarrer. Der Rabbi sagt: „Meine lieben Freunde, das Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus sind!“

Ein Handwerker steht vor Petrus an der Himmelstür. „Warum musste ich denn schon sterben – ich bin doch erst achtunddreißig.“ Darauf sieht Petrus in seinem Buch nach und meint: „Nach den Arbeitsstunden, die du deinen Kunden abgerechnet hast, bist du 84!“

In der Predigt sagt der Pfarrer: „Liebe Gemeinde, wenn ich euch in euren schicken Sonntagskleidern hier sitzen sehe, frage ich mich: Wo sind die Armen in meiner Gemeinde? Aber wenn ich den Opferkasten leere, frage ich mich: Wo sind meine Reichen?“

Charles Spurgeon (englischer Prediger): „Manche Prediger wollen sich offenbar als Märtyrer empfehlen. Die sind so trocken, dass sie bestimmt gut brennen.“

Fallen Dir noch welche ein? Dann hinterlass einen Kommentar…

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