Blindenschule in Kikondo

Unterwegs sah Jesus einen Mann, der von Geburt an blind war. »Rabbi«, fragten die Jünger, »wer ist schuld daran, dass dieser Mann blind ist? Hat er selbst Schuld auf sich geladen oder seine Eltern?« »Weder noch«, antwortete Jesus. »Vielmehr soll an ihm die Macht Gottes sichtbar werden. […] Dann spuckte er auf die Erde, rührte mit dem Speichel einen Brei an und strich ihn auf die Augen des Blinden. Dann forderte er ihn auf: »Geh jetzt zum Teich Siloah und wasch dich dort.« Siloah heißt übersetzt: »der Gesandte«. Der Blinde ging hin, wusch sich, und als er zurückkam, konnte er sehen.

aus Johannes 9 (HfA)

Wir haben nach unserer Abreise vom Prayer Mountain die Blindenschule in Kikondo besucht. Dort bekommen blinde Menschen eine Ausbildung, sie wohnen und essen dort. Es gibt eine christliche Kirche auf dem Gelände, die auch für die Bewohner der umliegenden Dörfer offen ist.
Mich hat das sehr berührt. Die Menschen dort sind materiell arm, die Augen zum Teil ganz weiß, verdreht. Ein krasser Anblick. Doch sie haben eine Aufgabe und können sich weiterentwickeln und einen Beruf ausüben lernen.

Ich bin hier richtig mit dem Elend in Berührung gekommen. Das macht einen schon nachdenklich und mir wurde bewusst, welche Gnade ich als sehender Mensch erleben darf. Dank sei Gott!

Was können Blinde schon arbeiten? So einiges!

Eine Strickmaschine. Einer der blinden Männer hier ist Profi und unterrichtet die anderen in der Handhabung.
Fertiger Pullover.
Geflochtene Waren.
Körbe, Mattten und Schuhe, die in der Ausbildungstätte hergestellt wurden.

Wenn ihr diese Arbeit unterstützen wollt, wendet euch an Vision for Africa.

P.S. Ich veröffentliche mit Absicht keine Bilder von den Menschen hier, weil ich es nicht für richtig halte.


3 Gedanken zu “Blindenschule in Kikondo

  1. Oh wie schön, Fotos und Wort zu lesen und zu sehen, von „vor Ort“. Ich verfolge die Predigten von Maria Prean schon länger und habe auch eine Patenschaft für eines der „Kinder“ übernommen. „Mein Kind“ ist schon über 20 Jahre alt. Hin und wieder schreibe ich ihm einen Brief. Ach, gern würde ich auch mal dorthin reisen … Danke für den Beitrag.

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    1. Hallo Linda, freut mich zu hören. Ich kann nur empfehlen, selbst hier nach Uganda zu kommen. Es erweitert den Horizont gewaltig. Hier bei Vision gibt es ja die Come&See-Tour – sie verschafft einen klasse Überblick. Und dein Patenkind könntest du auch besuchen…

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