12. Dezember – Ich danke Dir!

Wo ist die Dankbarkeit?

Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus mit seinen Jüngern durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Kurz vor einem Dorf begegneten ihm zehn Aussätzige. Im vorgeschriebenen Abstand blieben sie stehen und riefen: »Jesus, Herr! Hab Erbarmen mit uns!« Er sah sie an und forderte sie auf: »Geht zu den Priestern und zeigt ihnen, dass ihr geheilt seid!« Auf dem Weg dorthin wurden sie gesund. Einer von ihnen lief zu Jesus zurück, als er merkte, dass er geheilt war. Laut lobte er Gott. Er warf sich vor Jesus nieder und dankte ihm. Es war ein Mann aus Samarien. Jesus fragte: »Waren es nicht zehn Männer, die gesund geworden sind? Wo sind denn die anderen neun? Wie kann es sein, dass nur einer zurückkommt, um sich bei Gott zu bedanken, noch dazu ein Fremder?« Zu dem Samariter aber sagte er: »Steh wieder auf! Dein Glaube hat dich geheilt.«

Lukas 17,11-19 (HfA)

Bezeichnend ist, dass nur einer von zehn Geheilten zurückkommt und Jesus dankt. Geht’s uns oft nicht auch so? Wir sind viel mehr auf das fixiert, was fehlt und was schief läuft, als auf das, was gut läuft in unserem Leben. Es wird so schnell selbstverständlich, dass wir genug zu essen haben und es warm im Haus ist. Und wenn etwas gut ist, vergessen wir, dafür dankbar zu sein, weil es uns zusteht oder eh klar ist, dass es läuft – wie bei den anderen neun Aussätzigen. Als ich diesen Beitrag tippe, hatten wir seit knapp einem Tag kein Internet, weil es eine Störung gab. Es ist nicht selbstverständlich, dass immer alles funktioniert. Schon gar nicht in Beziehungen oder in vielen anderen Lebensbereichen.

Aber was würde passieren, wenn wir…

  1. …uns einfach abends mal Zeit nehmen, den Tag durchdenken und Gott für die schönen und guten Dinge danken, die uns begegnet sind? Auch für scheinbare Kleinigkeiten.
  2. …und die Dinge, die uns ärgern oder sch… waren als Herausforderungen begreifen, an denen wir wachsen können?

Ich glaube, dass wir dann fröhlicher werden können. Es ehrt Gott wenn wir Ihm danken. Und alle anderen Dinge, die uns sehr belasten, dürfen wir zu Jesus bringen, er wird uns aufhelfen (Matthäus 11,28).

Dann können wir Gott von ganzem Herzen sagen: „Ich danke Dir!“

Zum Nachdenken und Mitmachen

Versuche, eine Woche lang abends den Tag Revue passieren zu lassen und Gott dafür zu danken.

Starte eine Liste mit Dingen, für die Du dankbar bist und ergänze sie immer wieder.

Zum Weiterlesen auf SalzUndLicht: Dankbarkeit

Gebet

Vater im Himmel!
Verzeih mir bitte, dass ich so oft undankbar bin und mich auf das Schlechte fokussiere.
Hilf mir bitte, meinen Blick auf Dich zu richten und tiefe Dankbarkeit zu lernen.
Amen.

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