
Du bist wie deine Mutter!
Ein Ehemann, der unbedingt Streit sucht
Mütter
Über die Mutterrolle oder Mütter allgemein wird viel geredet, diskutiert. In (Hollywood-) Filmen werden unterschiedlichste Muttertypen thematisiert:
- Katharina Brauren und Loriot in „Ödipussi„
- Blythe Danner, Barbara Streisand Robert de Niro und Ben Stiller in „Meine Braut, ihr Vater und ich“ oder „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich„
- Patricia Heaton und Neil Flynn in der Serie „The middle„
- Jane Kaczmarek, Frankie Muniz und Bryan Cranston in der Serie „Malcolm in the middle„
- John Goodman und Roseanne Barr in der Sitcom „Rosanne„
Klar, in den Filmen ist vieles sehr überspitzt dargestellt und man könnte meinen, es gibt keine halbwegs normalen Menschen mehr auf dieser Welt. Gut, jeder – auch du und ich – hat seine ganz besondere Macke. Und keine Mutter gleicht der anderen.
In diesem Teil der Serie möchte ich dich anregen, mal über deine Mom nachzudenken und dich mit ihr auseinanderzusetzen. Ich möchte ermutigen, auch problematische Themen anzugehen und mögliche Schritte im Vertrauen auf Gott zu machen. Das ist sicher nicht immer leicht. Vor allem, wenn man kein gutes Verhältnis zu seiner Mutter hat oder Verletzungen da sind. Vielleicht ist ein Weg zur Vergebung möglich.

Deine Mutter prägt dich
Genauso wie dich dein Vater prägt, tut das deine Mutter. Sie ist der erste Mensch, mit dem du agierst.
Vielleicht war sie immer liebevoll, hat dich ermutigt, beschützt, dir viel beigebracht, sich immer gut um dich gekümmert und dich gut auf’s Leben vorbereitet. Super! Das ist der Idealzustand. Aber da wir alle nur Menschen sind, gibt es vermutlich bei jedem irgendwas, was in der Kindheit nicht perfekt/ gut war.
Manche von uns mussten ohne Mutter aufwachsen (Scheidung, Tod, …), bei manchen hat sich die Mutter ständig eingemischt. Oder sie hat sich nicht um ihr Kind gekümmert. Wieder anderen fehlte die Nestwärme und die Mutterliebe. Oder es gab Streit um den Partner, wegen der Erziehung der Enkelkinder, … Auch Gewalt kann eine Rolle spielen – physisch und psychisch. Oder man hat als Sohn/ Tochter niemals genügt, immer hatte sie was auszusetzen; man konnte nichts richtig machen. Oder die Geschwister wurden bevorzugt, man wurde überbehütet, … Es gibt viele Möglichkeiten, was nicht in Ordnung war.
Es macht sicher einen Unterschied, ob du Sohn oder Tochter bist/ warst. Das Verhältnis zur Mutter ist extrem unterschiedlich. Und du hast sicherlich die ein oder andere Eigenschaft von ihr geerbt.
Diese Päckchen/ Prägungen tragen wir mit uns herum.

Reflektion
Wie beim Thema „Dein Vater“ (Familienleben: Dein Vater (Väter III)) möchte ich zu Beginn eine Fragerunde starten. Es bleibt für dich nicht nur beim Lesen, sondern ich möchte dich herausfordern, selbst über dich und deine Beziehung zu deiner Mom nachzudenken. Du kannst deine Beziehung zu deiner Mutter näher beleuchten. Nimm dir genügend Zeit dafür.
Fragen:
Welches Wort beschreibt deine Mutter am besten?
Welche Eigenschaft schätzt du an deiner Mutter?
Was war die schönste Situation mit deiner Mom, an die du dich erinnerst?
Hat sie dir etwas vom Glauben erzählt?
Was war deine Lieblings-Gute-Nacht-Geschichte?
Was hat sie dir beigebracht?
Welches Gefühl gab/ gibt dir deine Mutter? Ist es negativ oder positiv?
In welchen Situationen warst du vielleicht verletzt?
Wie hat sie dein Bild von Familie, Mutter, Vater, usw. geprägt?
Hat sie sich für deine Belange interessiert?
Hatte sie Zeit für dich?
Gab sie dir Liebe und „Nestwärme“?
Welche Eigenschaften/ Verhaltensweisen hast du von deiner Mom übernommen? Findest du das gut?
Gab/ gibt dir deine Mom das Gefühl, dass du gewollt bist?
Was hat deine Mutter gut gemacht? Auch wenn es dir vielleicht schwer fällt, versuch etwas Positives zu finden.
Welche Dinge hätte deine Mutter in deiner Kindheit besser machen können?
Was würdest du selber besser machen wollen?

Problematisches
Ich möchte hier keinenfalls ein negatives Mutterbild zeichnen. Sicher nicht. Die meisten von uns haben sicher eine gute Mom (gehabt). Allerdings bin ich realistisch genug und weiß aus Gesprächen, wie schwierig die Beziehung zwischen Tochter/ Sohn und der Mutter sein kann.
Ich vermute, dass jeder von uns Situationen mit seiner Mutter gehabt hat, die nicht so prickelnd waren. Sicher war man als Kind nicht immer glücklich damit, wenn Mama bei den Süßigkeiten Grenzen gesetzt hat und ist im Nachhinein für die ein oder andere erzieherische Maßnahme doch dankbar. Das ist gut so und auch normal. Allerdings gibt es auch schlimmere Dinge, die in der Kindheit passieren konnten: die Mutter verlässt die Familie, sie ist egoistisch, sie lässt es an Liebe fehlen, sie hat keine Zeit, … als Eltern kann man viel falsch machen, sogar, wenn man es gut meint (das weiß ich aus Erfahrung).
Normalerweise verletzen Eltern einen nicht absichtlich und sie bemühen sich, alles gut zu machen. Wie bei den Vätern sitzen Verletzungen durch die eigene Mutter oft tief. Sie beeinflussen unser ganzes Leben. Die gute Nachricht: Diese Verletzungen sind nicht unser Schicksal. Sie definieren uns nicht. Sie sind heilbar. Ja, sie tun weh. Das kann man nicht leugnen.
Ich kenne deine Situation nicht und weiß nicht, was du durchgemacht hast. Doch manche Dinge muss man einfach beackern, auch wenn es vielleicht weh tut. Dafür möchte ich dir ein paar Impulse geben, wie du Probleme angehen könntest und dir zeigen, wie dir Gott helfen kann.

Was ich dir als Gedankenanstöße mitgeben möchte:
Suche dir einen oder zwei Menschen, mit denen du dich darüber austauschen kannst (Ehepartner, Freunde, Menschen, die in ähnlichen Situationen sind/ waren).
Bete! Gott heilt unsere Verletzungen. Er kümmert sich um Seine Kinder. Bete für deine Mom, bete für dich. Wenn du selbst Mama bist: Bete um Kraft, Weisheit und Liebe.
Er heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden.
Psalm 147,3 (HfA)
Leidet jemand unter euch? Dann soll er beten! Hat einer Grund zur Freude? Dann soll er Gott Loblieder singen.
Jakobus 5,13 (HfA)
Finde einen christlichen Seelsorger/ eine Seelsorgerin, mit dem/ der du reden, Dinge aufarbeiten und beten kannst.
Vergib deiner Mutter – das macht dich frei!
Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Wenn ihr ihnen aber nicht vergebt, dann wird Gott auch eure Schuld nicht vergeben.«
Matthäus 6,14-15 (HfA)
Falls du meinst, das sei unmöglich, gib Gott die Chance, dir zu helfen, denn:
Jesus sah sie an und sagte: »Für Menschen ist es unmöglich, aber für Gott ist alles möglich!«
Matthäus 19,26 (HfA)
Das waren einige kurze Impulse zum Start. Wenn du auf SalzUndLicht unter „Familienleben: Dein Vater (Väter III)“ der Überschrift „Verletzungen durch den Vater“ und „Fahrplan“ schaust, findest du noch mehr Gedanken zum Thema.

Für dich als Mutter
Wenn du selbst Mutter (oder auch ein Vater) bist, dann denke drüber nach, wie du deinen Kindern begegnest. Schenkst du ihnen, die Liebe, die sie brauchen? Hast du Zeit für sie? Vergib ihnen, wenn sie an dir schuldig werden und entschuldige dich, wenn du sie verletzt hast.
Was möchtest du selbst besser machen, als deine Mom und in welchen Punkten ist sie dir ein Vorbild?

Zum Schluss
Falls du mit Verletzungen durch deine Mutter zu kämpfen hast, wünsche ich dir viel Kraft und Gottes Segen, dass deine Seele heilen kannst. Verlass dich auf Gott! Immer!
Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem HERRN! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg.
Sprüche 3,5-6 (HfA)
Und wenn es dir mit deiner Mom gut geht, dann freu ich mich für dich und wünsch dir natürlich auch Gottes Segen!
Vielen Dank für’s Lesen und Gottes Segen!