Vaterliebe

Gott und Israel

Neulich hab ich am Morgen ein Bibelstelle aus Hosea gelesen:

Der Herr sagt: »Als Israel jung war, habe ich es ins Herz geschlossen und als meinen Sohn angenommen. Ich habe meinen Sohn aus Ägypten gerufen und zurück in die Freiheit geführt. Doch wenn ich dann nach meinem Volk rief, liefen die Israeliten mir bloß davon. Sie opferten den Götzen und brachten ihren Götterfiguren Räucheropfer dar. Dabei habe ich Ephraim doch das Laufen gelehrt und ihn immer wieder auf meine Arme genommen, wenn er fiel. Aber die Menschen in Israel haben nicht erkannt, dass ich es war, der ihnen Gutes tat und sie heil machte. Mit Freundlichkeit und Liebe wollte ich sie ihren Weg führen. Ich habe ihnen ihre Last leicht gemacht – wie ein Bauer, der seinem Ochsen das Joch hochhebt, damit er besser fressen kann, ja, der sich bückt, um ihn selbst zu füttern.

Hosea 11,1-4 (HfA)

Mir kam sofort das Bild eines liebevollen Vaters in den Kopf, der seinem Sohn das Radfahren beibringt. Wie er ihn ermutigt. Wie er seine Hände am Gepäckträger hat und dem jungen Mann Halt und Sicherheit gibt. Der Sohn weiß, dass Papa da ist und kann mutig versuchen selbst zu fahren. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wann der Vater vorsichtig seine Hand vom Fahrrad nimmt und der kleine Stöpsel dann selber fährt. Ich hab das selbst mit meinen Kids gemacht. Klar war’s anstrengend in gebückter Haltung neben dem kleinen Fahrrad herzurennen. Aber die Freude drüber, dass das Kind dann Radeln kann, macht das Allemal wett.

Genauso liebevoll geht hier Gott mit Seinem Volk, Israel, um. Er umwirbt es mit Seiner Vaterliebe, obwohl es Götzen anbetet und Seinem Willen nicht folgt. Gott bemüht sich, das Volk zur Umkehr zu bewegen, indem Er ihm Seine grenzenlose Liebe zeigt. Nur will das Volk nicht und im weiteren Verlauf des Textes heißt es:

Trotzdem weigern sie sich, zu mir umzukehren. Sie bitten lieber die Ägypter um Hilfe. Deshalb soll nun der assyrische König über sie herrschen! In ihren Städten wird das Schwert wüten, es trifft die Orakelpriester und macht ihren falschen Ratschlägen ein Ende. Mein Volk ist mir untreu, und davon lässt es sich nicht abbringen! Sie rufen zu ihren Götzen, doch die können ihnen nicht helfen.

Hosea 11,5-5 (HfA)

Gott ist zornig und würde das Volk am liebsten Strafen. Doch:

Ach, wie könnte ich dich im Stich lassen, Ephraim? Wie könnte ich dich aufgeben, Israel? Sollte ich dich vernichten wie die Städte Adma und Zebojim? Nein, es bricht mir das Herz, ich kann es nicht; ich habe Mitleid mit dir!

Hosea 11,8 (HfA)

Weil Er Israel liebt, sieht Er davon ab und versucht es auf anderem Wege.

Was hat das mit Dir zu tun?

Genauso wie Gott sein Volk mit Liebe umwirbt, so sehr umwirbt Er Dich und schenkt Dir Seine Liebe!

Genauso wie Er grenzenlose Geduld mit Seinem Volk hat, hat Er Geduld mit Dir. Auch wenn Du nicht perfekt bist, Gott liebt Dich! Gott möchte mit Dir in Kontakt treten! Er hat schon den ersten Schritt gemacht, damit Du zu Ihm kommen kannst: Er hat seinen Sohn Jesus auf die Erde geschickt.

Nutze diese Chance!

Ich hab mit vierzehn während einer Konfirmandenfreizeit diese Chance genutzt und muss sagen, dass ich es nicht bereue. Natürlich gab es Höhen und Tiefen und so wird es auch immer sein. Aber ich bin mir sicher, dass Gott immer da ist! Und das ist gut zu wissen. Damals hat Er mir geantwortet:

Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Jeremia 31,3 (LU17)

Ich kann nur sagen: Probier’s aus – es lohnt sich!

Hast Du Fragen: Schreib einfach.

Sei gesegnet!


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