Mose-Prinzipien – Teil I

Warum Mose-Prinzipien?

Im 5. Buch Mose lässt Mose die Geschichte Israels von der Zeit aus Ägypten bis  zur Ankunft im gelobten Land nochmal Revue passieren (Deuteronomium = „Wiederholung des Gesetzes“). Er legt dar, wie Gott das Volk geführt hat, was Er ihm verheißen hat und wie Er sich wünscht, wie es leben soll. Viele dieser Dinge entdecken wir auch im Neuen Testament wieder.

Doch es ist nicht nur eine nette Geschichte, die Mose schreibt, sondern es lassen sich viele Prinzipien für unser eigenes Leben, für den Job, die Familie und für das Leben in der Gemeinde und Gesellschaft ableiten. Ich möchte Dir zeigen, was wir aus dieser Geschichte lernen können.

An drei Sonntagen stelle ich Dir jeweils 5-6 Prinzipien vor und lade Dich ein, auch die Bibeltexte dazu zu lesen (dazu habe ich direkt auf die entsprechenden Stellen auf www.biblesserver.com verlinkt – jeweils in ein neues Tab).

Viel Spaß und eine gute Zeit beim Lesen!

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Teil I (ab 08.08.2021): Aufgabendelegation, Fairness und Gerechtigkeit, Fakten suchen, Gehorsam, Gottes Plan, Mut

Teil II (ab 15.08.2021): Gottes Gesetz gilt!, Lehrt eure Kinder, Dankbarkeit, Demut, Ausdauer, Wahlfreiheit

Teil III (ab 22.08.2021): Vergiss dein altes Leben, Gib Gott das Seine, Lass los, Hilf den Bedürftigen, Achtet aufeinander

Prinzip „Aufgabendelegation“

Da nahm ich die Häupter eurer Stämme, weise und bewährte Männer, und setzte sie über euch ein als Anführer über Tausend, über Hundert, über Fünfzig und über Zehn und als Amtleute für eure Stämme. 

5. Mose 1,15 (LU17)

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Mose erkennt, dass er die Aufgabe, das Volk zu führen nicht mehr alleine bewältigen kann. Er teilt die Aufgabe auf. Und nicht irgendwer soll es tun, sondern „weise und bewährte Männer“. Das Ganze in einer gewissen Hierarchie. Für uns heißt das: Wir selbst müssen erkennen, wenn wir überfordert sind und Hilfe brauchen. Wir dürfen von unseren vermeintlichen Pflichten welche auf andere Leute übertragen – wichtig ist: Nicht irgendjemand, sondern auf jemanden, der geeignet für die Aufgabe ist und vor allem jemandem, dem wir vertrauen. Wir müssen nicht alles krampfhaft festhalten und meinen, alles selber machen zu müssen. Der andere macht es wahrscheinlich anders, wie man selbst, aber das heißt nicht, dass das schlechter ist…

Prinzip „Fairness und Gerechtigkeit“

Es gibt mehrere Bibelstellen dazu.

Ihr sollt beim Richten nicht die Person ansehen, sondern sollt den Kleinen hören wie den Großen und vor niemand euch scheuen; denn das Gericht ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu schwer sein, die lasst an mich gelangen, damit ich sie höre. 18 So gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun sollt.

5. Mose 1,17 (LU17)

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Zweite Bibelstelle (5.Mose 16,18-20)

Wir sollen gerecht handeln, ohne Ansehen der Person. Nicht der Reichste/ Frömmste/ beste Freund bekommt Recht, sondern Recht soll neutral und fair gesprochen werden. Das gilt auch denke ich für Streitigkeiten untereinander, die es unweigerlich in eine Gruppe gibt. Wir sollen nicht den bevorzugen, der besser redet oder den wir netter finden, sondern versuchen, objektiv zu sein. Orientierung bietet uns die Bibel. Nach deren Grundsätzen sollen wir handeln.

Prinzip „Fakten suchen“

Da kamt ihr alle zu mir und spracht: Lasst uns Männer vor uns her senden, die uns das Land erkunden und uns berichten, auf welchem Weg wir hinaufziehen sollen, und die Städte, zu denen wir kommen werden.

5.Mose 1,22 (LU17)

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Mose stürzt sich nicht blindlings in das Abenteuer Landnahme. Sondern er A) vertraut auf Gottes Verheißung und B) zieht Erkundigungen ein. Er schickt seine Kundschafter hinaus, um mehr über das Land zu erfahren. Gerüchte reichen ihm nicht – er lässt sich als Beweise Früchte des Landes bringen und die Berichte der Augenzeugen. Für uns heißt das, das Vertrauen in Gott ist wichtig – das A und O –  aber wir dürfen auch unsere Fähigkeiten, unsren Intellekt gebrauchen, um Entscheidungen zu treffen, neue Wege zu beschreiten, usw. Wenn wir uns auf Jobsuche machen, werden wir aktiv wie die Kundschafter sein müssen und gleichzeitig  vertrauen wir Gott, dass er uns recht führt. Und wenn wir seine Zusage haben, dass es passt, müssen wir auch wagen, den Weg zu gehen – Israel hat hier Bammel gehabt, wie wir wissen.

Es gilt auch für andere Lebensentscheidungen, dass wir prüfen, ein Thema bearbeiten, Wissen sammeln, bevor wir etwas tun. Manchmal geht es aus dem Bauch heraus, manchmal muss der Kopf klar sein und entscheiden…

Prinzip „Gehorsam“

Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Befehl des HERRN, eures Gottes, und murrtet in euren Zelten und spracht: Der HERR ist uns feind, darum hat er uns aus Ägyptenland geführt, dass er uns in die Hände der Amoriter gebe, um uns zu vertilgen.

5.Mose 1,26+27 (LU17)

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Obwohl Gott bei ihnen ist, sie viel mit Ihm erlebt haben, Er sie aus Ägypten befreit hat, bekommen die Israeliten Angst und wollen nicht ins gelobte hineinziehen. Gehorsam heißt, mit Gott weiterzugehen, auch wenn Schwierigkeiten vor uns liegen, die unüberwindbar scheinen. Uns verlässt der Mut, wir sehen keinen Ausweg. Aber Gott kennt den Weg und macht ihn frei. Er hat Möglichkeiten, als wir uns je träumen können. Gehen wir gehorsam auf dem, Weg, den Er uns bereitet. Für Ungehorsam gibt es Konsequenzen: Hier ist es, dass das Volk 40 Jahre durch die Wüste ziehen muss und alle Zweifler nicht ins gelobte Land dürfen. Bei uns kann eine Konsequenz ein Bruch in der Beziehung zu Gott sein, in Konflikt mit dem Gesetz zu kommen, Zerstörung von Beziehungen, usw. Und Gott straft nicht nur den Ungehorsam einzelner Menschen, sondern den des ganzen Volkes. Gott macht das nicht, weil Er die Menschen nicht mag, sondern um sie zu formen – weil Er sie liebt!

Gehorsam gegenüber Gott wir belohnt. Er hat viel mehr für Dich, als Du Dir jemals vorstellen kannst. Wenn Er Dich ruft, dann sei bereit für das Abenteuer!

Prinzip „Gottes Plan“

Und der HERR sprach zu mir: Ihr habt dies Gebirge lange genug umzogen; wendet euch nach Norden.

5.Mose 2,2 (LU17)

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In diesen Versen sieht man sehr schön, dass Gott einen genauen Plan hat, was Er sich bei der Wüstenwanderung gedacht hat. Er weiß, welches Land die Israeliten bekommen sollen und welches nicht.

Gott hat den Überblick über unser Leben. Was Er will, soll geschehen – als die Israeliten ein Volk angreifen, was Gott nicht gewollt hatte, lag kein Segen darauf und sie erlitten eine Niederlage. Ja, wir können einen Weg ohne Gott gehen, aber: Das kann schnell schief gehen und wir verpassen das Gute, weil wir seinem Plan nicht folgen. Deshalb müssen wir die „Ohren unseres Herzens“ immer offen halten, um Seinen Weg für uns zu finden. Manchmal lässt Er uns eine Wahl, manchmal gibt es genau einen – nämlich Seinen – richtigen Weg. Gehorchen wir Gott, dann klappt es auch!

Prinzip „Mut“

Aber der HERR sprach zu mir: Fürchte dich nicht vor ihm, denn ich habe ihn und sein ganzes Kriegsvolk mit seinem Land in deine Hand gegeben. Und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der zu Heschbon herrschte.

5.Mose 3,2 (LU17)

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Ist Gott bei uns – vor wem sollten wir uns fürchten? Gott hat den Plan. Gott hat die Macht. Gott hilft. Haben wir keine Furcht vor den Menschen, die uns Böses wollen, die uns nicht mögen, die im Rang über uns stehen oder die mächtiger scheinen als wir – Gott steht über alldem!

Danke für’s lesen und bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare zu „Mose-Prinzipien – Teil I

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