Die ersten Tage im African Village Hotel

Nehmt einander gastfreundlich auf.

1.Petrus 4,9a (HfA)

Kiyunga, Juli 2023

Ich hab mir lang überlegt, was ich schreiben soll. Schließlich sind wir das zweite Mal am selben Ort – zumindest die erste Woche. Es soll ja nicht das Gleiche wie letztes Jahr sein…

Also hab ich mir gedacht, ich nehm euch auf’s Gelände vom African Village Hotel mit. Es ist ja ein Teil von Vision for Africa und darum gibt es nicht nur das Hotel, sondern auch eine Schule, Wohnstätten, ein Krankenhaus, Werkstätten, Büros, … quasi ein Dorf im Dorf. Die Reise hat dieses Mal reibungslos funktioniert. Nicht mal in Kairo beim Umsteigen war es so chaotisch wie letztes Mal – vermutlich war das 2022 Corona geschuldet. Die Einreise in Uganda war sogar richtig entspannt.

Am Flughafen hat uns dann unser Fahrer sehr herzlich begrüßt und auch im Hotel war es ein schönes Willkommen. Man fühlt sich gleich sehr wohl. Letztes Mal hatten wir die “Come and See”-Tour gemacht – das ist super zum starten. Dieses Mal haben wir den Aufenthalt selbst geplant, was viele Freiheiten, natürlich etwas mehr Überlegungsaufwand mit sich bringt. Aber es macht Spaß. Man taucht noch mehr ins Leben vor Ort ein.

Wir sind zum Einkaufen ins Dorf (Kiyunga) und mit dem Taxi nach Mukono zum Geld abheben, in den Supermarkt und auf die Marktstraße, was recht abenteuerlich ist, wenn man’s das erste Mal ohne Guide macht…

Hotelgelände

Uns gefällt es hier echt gut. Die deutschen/ österreichischen Vorstellungen von Hotel mögen vielleicht anders sein, aber wir sind ja in Uganda. Man ist hier Gast, wird wahrgenommen und gut betreut. Es ist eher schon familiär und nicht wie in Touristenzentren ein Massenhotelbetrieb in Rimini oder an der Costa Brava.

Und viele von denen, die wir letztes Jahr schon kennenlernen durften, freuen sich sehr, dass wir wieder da sind. Das ist ein tolles Gefühl. Vielen Dank!

Unsere Wohnung ist unten links.

Im Cafe Marianne gibt es sogar Schwarzwälderkirschtorte. In der dortigen Küche wird das Brot für alle hier auf dem Gelände lebenden Menschen gebacken.

Das Essen ist sehr lecker. Das hier ist Goat Muchomo. Eine Art Gulasch mit Ziegenfleisch, Reis und Soße.

Ein Snack für zwischendurch: Getrocknete Fischchen aus dem Viktoriasee.

Gott gebe dir viel Regen und mache dein Land fruchtbar, Getreide und Wein sollst du im Überfluss ernten!

1.Mose 27,28 (HfA)

Am Mittwoch hat es in der Früh in Strömen geregnet.

Eine Stunde später konnte man schon wieder an den Pool.

Einen Fußballplatz gibt es auch. Dort ist Sportunterrricht und bis spät in die Nacht – naja so spät ist halb acht auch wieder nicht – wird Fußball gespielt. Dann ist es halt schon stockfinster. Und das jeden Tag.

Früh am Morgen

Der Sonnenaufgang geht hier rasend schnell und kündigt sich sehr lautstark an…

Man könnte fast meinen, dass hier der Jupiter aufgegangen ist 😉

Plötzlich scheint das Leben erwacht und es ist überall sehr geschäftig. Als ob man einen Schalter umlegen würde.

Sind unsere Schüler morgens auch schon so wach?

Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge lässt du dein Lob erklingen.

Psalm 8,3a (HfA)

Tier- und Pflanzenwelt

Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie mühen sich nicht ab und können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern? Vertraut ihr Gott so wenig?

Mathhöus 6,28-30 (HfA)

Auch wenn das hier noch nicht die Safari ist, gibt es so tolle Dinge zu entdecken, wenn man die Augen aufhält.

Mukono

Mukono ist die “Kreisstadt” und dort war sehr laut und chaotisch, aber die Leute echt nett. Als Musungu kommt man immer wieder mit Menschen auf der Straße ins Gespräch, weil man als Weißer doch ziemlich auffällt. Ich war dort mit drei meiner Kids und außer zwei Belgiern waren wir die einzigen Musungu.
Die Rückfahrt war witzig. Ich saß vorne im Taxi eingequetscht und die Kids hinten. Ich hab sie zwar gehört, aber nimmer gesehen. In dem Taxi waren dann am Schluß 25 statt 15 Personen, was sich an den Steigungen unterwegs bemerkbar gemacht hat 😉

Besagte Taxis…

Im Dorf

Kiyunga ist das Dorf außerhalb des Vision-Geländes. Dort haben wir öfters mal eingekauft. Hier sind die Leute an den Marktständen eher etwas ruhiger und reservierter.

Pro Uganda

Am Mittwoch haben wir die Werkstatt von ProUganda besucht und bekamen eine exclusive Führung von Ralf. Vielen lieben Dank!

Rechts der Rohbau des neuen Kompetenzzentrums.


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