05. Dezember – Entschieden!

Todesurteil

Pilatus rief die obersten Priester, die anderen Mitglieder des Hohen Rates und die Menge zusammen und verkündete: »Ihr habt diesen Mann zu mir gebracht und ihn beschuldigt, dass er die Menschen aufhetzt. Nun, ich habe ihn vor euch verhört und bin zu dem Urteil gekommen: Dieser Mann ist in allen Anklagepunkten unschuldig! Herodes ist zum selben Urteil gekommen. Deswegen hat er ihn hierher zurückgeschickt. Es ist offensichtlich, dass der Angeklagte nichts getan hat, was mit dem Tod bestraft werden müsste. Ich werde ihn auspeitschen lassen, dann soll er frei sein.« Pilatus pflegte ohnehin in jedem Jahr am Passahfest einen Gefangenen zu begnadigen. Da brach ein Sturm der Entrüstung los. Wie aus einem Mund schrie die Menge: »Weg mit ihm! Lass Barabbas frei!« Barabbas saß im Gefängnis, weil er sich an einem Aufstand in Jerusalem beteiligt und einen Mord begangen hatte. Noch einmal versuchte Pilatus, die Leute umzustimmen; denn er wollte Jesus gern freilassen. Aber sie schrien nur noch lauter: »Ans Kreuz! Ans Kreuz mit ihm!« Pilatus versuchte es zum dritten Mal: »Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Ich finde nichts, worauf die Todesstrafe steht! Ich werde ihn also auspeitschen lassen. Dann soll er frei sein.« Aber die aufgebrachte Menge ließ nicht locker und brüllte immer lauter: »Kreuzige ihn!«, bis Pilatus ihrem Schreien nachgab und beschloss, ihre Forderung zu erfüllen. Barabbas ließ er frei, den Mann, der wegen Aufruhr und Mordes im Gefängnis saß. Jesus aber verurteilte er zum Tod am Kreuz, wie sie es gefordert hatten.

Lukas 23,13-25 (HfA)

Es ist entschieden. Jesus muss sterben, obwohl er vom römischen Statthalter Pilatus und König Herodes für unschuldig befunden wurde. Nur auf Druck des Hohen Rates und der Menschenmenge gibt Pilatus einen verurteilten Mörder – Barabbas – frei und lässt den unschuldigen Jesus zum Tod am Kreuz verurteilen.

Doch Jesus macht das letztendlich freiwillig. Er ist der Sohn Gottes und hätte sich schon der Gefangenahme entziehen können. Oder jetzt einfach verschwinden, wäre auch möglich gewesen. Doch es gehörte zu Gottes Plan, dass Jesus ans Kreuz geht und sterben muss.Was für eine Tat! Was für eine Kraft Jesus aufgebracht haben muss, dort zu stehen, vor der wütenden Menge. Er stirbt für die Schuld aller Menschen. Auch für Deine!

Alle unsere Sünden – weg.

Der Weg zu Gott – frei!

Er stirbt für jeden, der dieses Geschenk annehmen will.

Es ist Deine Entscheidung, ob Du dieses Geschenk annimmst oder nicht!

Zum Nachdenken

Wir meinen, heutzutage sind wir zivilisierter und so etwas kann nicht mehr passieren, doch schauen wir mal auf den 14. Juni 1920:

Abends trafen sich die 19-jährige Irene Tusken und ihr Freund James Sullivan am John Robinson Circus, der für einen Tag in Duluth Station machte. An der Rückseite des Zirkuszelts schauten sie den schwarzen Zirkusarbeitern zu, die damit beschäftigt waren, das Zelt und ihre Ausrüstung zusammenzupacken. Später sagten Tusken und Sullivan aus, dass sechs schwarze Zirkusarbeiter Irene Tusken vergewaltigt hätten. James Sullivan wurde mit einer Waffe bedroht. Seinem Vater erzählte Sullivan gegen zwei Uhr nachts von dem angeblichen Vorfall. Er  verständigte die Polizei und daraufhin wurden sechs schwarze Arbeiter verhaftet und für weitere Ermittlungen ins Gefängnis der Polizeiwache mitgenommen. Ein Arzt untersuchte am nächsten Morgen das angebliche Opfer Irene Tusken und konnte er keine Spuren einer Vergewaltigung an ihr feststellen. Doch in der Stadt kursierten schon verschiedene Gerüchte, dass Irene Tusken ermordet worden sei. Der Duluth Herald titelte in seiner Ausgabe: „West Duluth Girl Victim of Six Negroes“. Am Abend formierte sich ein Mob. Es hatten sich bis zu zehntausend Menschen der Polizeiwache versammelt und stürmten das Gefängnis. Die aufgebrachte Menge bahnte sich den Weg zu den Gefangenen und befand in einem Scheinprozess drei von ihnen für schuldig und hängte sie trotz der Einwände von Pastor William Powers.

(Auszug aus „Lynchmorde von Duluth“ auf Wikipedia)

Welchen Beitrag kannst Du leisten, dass so etwas nicht mehr passiert?

Gebet

Vater im Himmel! Danke, dass Du uns liebst. Danke für Deinen Plan, die ganze Menschheit von aller Schuld zu befreien. Danke für dieses Geschenk. Amen.

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