06. Dezember – Ich bin es!

Vor Gericht

Bei Tagesanbruch kamen die Mitglieder des Hohen Rates zusammen: die führenden Männer des Volkes, die obersten Priester und die Schriftgelehrten. Sie ließen Jesus vorführen und forderten ihn auf: »Wenn du der Christus bist, der von Gott erwählte Retter, dann sag es uns!« Er erwiderte: »Wenn ich es euch sage, werdet ihr mir nicht glauben, und wenn ich euch etwas frage, dann werdet ihr keine Antwort geben. Doch von nun an wird der Menschensohn an der rechten Seite des allmächtigen Gottes sitzen.« Empört schrien alle: »Willst du damit etwa sagen, dass du der Sohn Gottes bist?« Jesus antwortete: »Ihr habt recht, ich bin es!« »Wozu brauchen wir da noch weitere Zeugen?«, riefen jetzt die Ankläger einstimmig. »Wir haben die Gotteslästerung doch aus seinem Mund gehört!«

Lukas 22,66-71 (HfA),

Lange war es ein Verdacht der Pharisäer und Schriftgelehrten. Nie haben sie Jesus erwischt, wie Er von Gott als Seinem Vater gesprochen hat. Doch jetzt haben sie es aus Seinem eigenen Mund gehört! „Ihr habt recht, ich bin es!“ Endlich einen Beweis für die Gotteslästerung! Endlich ein Grund für die Verurteilung! Ein Grund, Jesus zu töten und die – scheinbare – Gefahr, die von Ihm ausgeht ein für alle Mal zu bannen!

Doch sind sich die Ankläger überhaupt klar, was sie tun? Jesus hat viele Wunder getan: Er heilte Lahme und Blinde, vermehrte Brot und Fische, ging auf dem Wasser, verwandelte Wasser in Wein und weckte sogar Tote auf! Einige dieser Wunder konnte nur der Messias tun und sie sollten ein untrügliches Zeichen für ihn sein. Doch jetzt sind die Pharisäer so verblendet, dass sie das Offentliche nicht sehen (wollen). Der Messias passt nicht ins erwartete Bild, ergo kann er es auch nicht sein. Ab ans Kreuz mit ihm!

Angeklagt

Bevor wir die Ankläger verurteilen, sollten wir uns bewusst sein, dass auch wir in eine solche Falle des Blindseins tappen können. Angefangen bei „mein Kind macht keine Fehler und ist ganz brav“ bis zum Aufhetzen lassen gegen Menschen anderer Hautfarbe aus irgendwelchen seltsamen Gründen. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder…

Oder: Erfüllt Gott die Erwartungen, die wir gegenüber Ihm haben? Was Er tun soll und wie Er uns helfen soll? Wir haben doch oft ein Bild im Kopf, wie eine Gebetserhörung aussehen soll. Doch Gott funktioniert nicht wie ein Automat und Er handelt nach Seinem Willen. Das sollte uns bewusst sein, bevor wir uns falschen Illusionen hingeben.

Der springende Punkt

Das wichtigste aber in diesen Versen ist nicht, was die Pharisäer und Schriftgelehrten tun, sondern es ist der Punkt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Er ist der versprochene Messias, der menschgewordenen Gott, der uns von allen Sünden befreit hat!

Zum Nachdenken und Mitmachen

Mach Dir bewusst, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist. Welche Bedeutung hat diese Tatsache für Dich? Wie wirkt sich das auf Dein Leben aus?

Gebet

Vater im Himmel!
Danke, dass Du Deinen Sohn Jesus zu uns Menschen geschickt hast. Danke, dass Er der versprochene Retter der Welt, der Messias ist! Bitte, lass diese Wahrheit noch viele Menschen erkennen.
Amen

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