
Ab in den Knast!
Noch während Jesus sprach, kam eine große Gruppe Männer. Sie wurden von Judas, einem der zwölf Jünger, angeführt. Judas ging auf Jesus zu, um ihn mit einem Kuss zu begrüßen. Aber Jesus fragte ihn: »Judas, willst du den Menschensohn mit einem Kuss verraten?« Jetzt hatten auch die anderen Jünger begriffen, was vor sich ging. Aufgeregt riefen sie: »Herr, sollen wir dich mit dem Schwert verteidigen?« Einer von ihnen zog gleich das Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Aber Jesus befahl: »Hört auf damit!« Er berührte das Ohr des Mannes und heilte ihn. Dann fragte Jesus die obersten Priester, die Offiziere der Tempelwache und die führenden Männer des Volkes, die gekommen waren, um ihn festzunehmen: »Bin ich denn ein Verbrecher, dass ihr euch mit Schwertern und Knüppeln bewaffnen musstet? Jeden Tag war ich im Tempel. Warum habt ihr mich nicht dort festgenommen? Aber jetzt ist eure Stunde da. Jetzt hat die Finsternis Macht.«
Lukas 22,47-53 (HfA)
Im Dunkeln geschehen die Verbrechen. Die bösen Dinge. Nichts Gutes. Es bleibt vor den Augen aller verborgen. Ein Geheimnis. Was ist passiert? Wer war es? Was in der Nacht passiert, bleibt – scheinbar – ein Geheimnis. Das Dunkel steht für Furcht und Ängste. Wer schon mal alleine in einem dunklen Wald in einer mondlosen Nacht spazieren gegangen ist, kennt das Gefühl, das sich einstellt, wenn plötzlich irgendwo Äste knacken oder Tiere rufen. Ganz wohl ist einem nicht.
Auch in uns Menschen kann es dunkel sein, Wir bergen Geheimnisse. Wir haben Dinge getan, böse Dinge, die am besten unerwähnt bleiben. Doch der Herr dieser Finsternis ist der Teufel. In unserer Szene bei der Gefangennahme Jesu im Garten Getsemane nutzen Seine Feinde die Dunkelheit aus – niemand soll mitbekommen, dass Er eingesperrt wird. Sie befürchten sonst einen Aufstand, weil Jesus sehr beliebt war. „Jetzt hat die Finsternis Macht“, sagt Jesus. Ja, in diesem Moment hat sie es wohl, aber nur soviel, wie Jesus ihr zugesteht. Es gehörte zum Plan Gottes, dass Jesus gefangengenommen wird. In diesem Moment muss der Teufel triumphiert haben, denn er kannte Gottes Plan nicht. Er dachte, dass er damit Gottes sohn zu Fall bringen könnte.
Ans Licht damit!
Momentan befinden wir uns in der dunklen Jahreszeit. Es wird oft nicht richtig hell. Je nach Region tummeln sich Knecht Rupprecht, die Perchten oder andere dunkle Gestalten. Doch wir sind kurz davor, dass diese Dunkelheit verjagt wird: Gottes Sohn wächst im Bauch von Maria heran und es wird nicht mehr lange dauern, bis das Licht der Welt geboren wird. Ein Licht, das die Finsternis vertreibt.
Jesus vertreibt das Dunkel, auch das Dunkel in uns. Er ist für unsere Sünden gestorben und wieder auferstanden. Lassen wir es zu, dass Gottes Licht in uns leuchtet und uns zeigt, wo wir Mist gebaut haben. Und lassen wir es zu, dass wir selbst durch Gottes Licht leuchten, um den Menschen im Dunkeln das Licht der Welt zu zeigen: Jesus, der in uns lebt!
Zum Nachdenken und Mitmachen
Hast Du das Gefühl, dass noch Dunkles in Dir schlummert? Dann bring es heute zu Jesus!
Denke nach, wie Du diese Woche für jemanden in Deiner Umgebung ein Licht sein kannst. (ein paar praktische Tipps auf SalzUndLicht).
Zum Nachlesen: Johannes 3,16-21
Gebet
Danke Herr Jesus, dass Du die Finsternis besiegt hast! Danke, dass Du mein Licht sein willst und mir aus der Dunkleheit hilfst! Bitte mach mich zu einem Menschen, aus dem Dein Licht für die anderen Menschen strahlt. Danke!
Amen.
P.S. Ein schönes Zitat aus dem Film „The Big Lebowski„: „Es war dunkel wie im Allerwertesten eines schwarzen Stieres in einer mondlosen Prärienacht.„