
Hosianna!
Dann brachten sie den jungen Esel zu Jesus. Sie legten dem Tier ihre Mäntel auf den Rücken und ließen Jesus aufsteigen. So zog er weiter, und die Menschen breiteten ihre Kleider als Teppich vor ihm aus. Als Jesus sich schon der Stelle näherte, wo der Weg vom Ölberg nach Jerusalem hinunterführt, brach die ganze Menge der Jünger in Jubel aus. Sie dankten Gott für die vielen Wunder, die sie miterlebt hatten. Laut sangen sie: »Gepriesen sei der König, der im Auftrag des Herrn kommt! Gott hat Frieden mit uns geschlossen. Lob und Ehre sei Gott hoch im Himmel!« Empört riefen da einige Pharisäer aus der Menge: »Lehrer, verbiete das deinen Jüngern!« Er antwortete ihnen: »Glaubt mir: Wenn sie schweigen, dann werden die Steine am Weg schreien.«
Lukas 19,35-40 (HfA)
Tor! Tor! Tooooooor!!!!! Zehntausende Fans im Stadion springen auf und jubeln! Das Tor zur Weltmeisterschaft! Das war’s! Wir ham den Pott! Die Spieler liegen sich in den Armen. Sprechchöre und La Ola-Wellen durchströmen das Fußballstadion.
So geht Jubeln!
Dass es bei Jesu Einzug in Jerusalem auch so wild zugegangen ist, glaub ich eher nicht. Doch die Menschenmenge war höchst begeistert: Der Messias zieht in unsere Stadt ein! Der Wundertäter, von dem wir schon so viel gehört haben! Er wird uns retten! Er wird uns helfen!
An diesen Jesus glauben wir auch. Nur wo ist unser Jubel? Wenn man sich die Kirchen und Gemeinden in Deutschland so anschaut… Wer schon mal in Afrika in einem Gottesdienst war, weiß was „Gottesdienst feiern“ heißt. Hab ich selbst erlebt.
Gut, in Deutschland sind wir anders gestrickt. Ich auch. Man zeigt die Emotionen nicht so extrem (außer vielleicht beim Fußball). Es soll sich ja auch keiner verbiegen und was vorspielen, was er nicht ist. Doch ich denke, dass man uns Christen in Hinblick auf die Erlösung, den Sieg Gottes über den Tod und das Böse, etwas mehr anmerken sollte, dass wir zur Siegermannschaft gehören.
Das können wir machen, indem wir Gott mehr Dankbarkeit zeigen, uns auf das Gute, dass Er uns tut konzentrieren und nicht immer gleich in den Kanon des Jammerns und der Schlechtmacherei miteinstimmen. Es ehrt Gott, wenn wir Ihm dankbar sind und Seinen Willen tun.
Wermutstropfen
Im Chor des Jubelns sind kritische Stimmen der Pharisäer zu hören. Oft wird uns eigentlich Schönes durch Unkerei vermiest. Das ist schade. Doch Gott lässt sich dadurch nicht aufhalten: Die GANZE Schöpfung – selbst die unbelebte – jubelt Gott zu!
Zum Nachdenken und Mitmachen
Achte in den nächsten Tagen darauf, Positives zu betonen und nicht das Negative. Beobachte, was passiert und wie die Menschen darauf reagieren.
Gebet
Freut euch, ihr Himmelswelten, denn der HERR hat gehandelt!
Jesaja 44,23 (HfA)
Singt, ihr Tiefen der Erde, und ihr Berge, brecht in Jubel aus!
Ihr Wälder, stimmt ein in das Lied, jeder Baum soll mitsingen!
Denn der HERR hat sein Volk erlöst.
An den Nachkommen von Jakob beweist er seine große Macht.