09. Dezember – Das Haus Gottes

Raus mit euch!

Kaum hatte Jesus den Tempel betreten, da begann er, die Händler hinauszujagen, und rief ihnen zu: »Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ›Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‹, ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!« Jeden Tag lehrte Jesus im Tempel. Währenddessen suchten die obersten Priester, die Schriftgelehrten und die führenden Männer des Volkes nach einer passenden Gelegenheit, ihn umzubringen. Aber sie wussten nicht, wie sie es anstellen sollten, denn die Menschen folgten Jesus überallhin und achteten auf jedes seiner Worte.

Lukas 19,45-48 (HfA)

Heiliger Zorn entbrennt in Jesus. Er räumt im Haus seines Vaters auf. Über viele Jahre hatte sich im Tempel ein Sumpf breitgemacht: Händler verkaufen den Gläubigen Opfertiere. Es werden Geschäfte getätigt. Ob alles immer ehrlich zuging, sei dahingestellt. Ich vermute, dass auch Betrug an der Tagesordnung war. Und das Dienen für Gott im Tempel und Ihn anbeten, wurde auf dem Altar des Kommerzes geopfert. Ein heiliger Ort wurde entweiht. Jesus sagt es deutlich: Ein Räuberhöhle!

Doch der Tempel Gottes sollte der Ort sein, an dem der Herr im Mittelpunkt steht. Doch das war er nicht mehr.

Unser Leib

Paulus schreibt in 1.Korinther 6,19, dass unser Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Wir gehören Gott und sind mit Seinem Heiligen Geist versiegelt. Deshalb sollen wir auf unseren Leib achten und was wir damit tun. Manchmal lassen wir schlimme Dinge in uns hinein – sei es durch Medienkonsum, Gespräche oder ähnliches. Manchmal kultivieren wir in unserem Leib Sünden, lassen Wut und Zorn, Lüge, Lieblosigkeit, Gier, usw. wachsen. Oder wir misshandeln unseren Leib mit übermäßigem oder/ und ungesundem Essen, zu wenig Schlaf, zu viel Stress und kaum Bewegung. All diese Dinge tun uns nicht gut. Erst dem Körper nicht, dann der Seele und dem Geist nicht. Mens sana in corpore sano schrieb der römische Dichter Juvenal.

Wir sollten immer wieder innehalten und nachdenken, wie es in unserem Inneren aussieht. Oder wie wir mit unserem Körper umgehen. Und wenn nötig – das ist es wohl meistens – sollten wir Jesus eine „Tempelreinigung“ durchführen lassen. Soll heißen, wir tun Buße und bringen Gott, die Dinge, die uns nicht guttun, bitten um Vergebung und ändern unsere Lebensweise.

Zum Nachdenken und Mitmachen

Gibt es – ganz spontan – Dinge, die Du momentan tust, denkst, fühlst, die Dir nicht guttun? Dann bring sie heute noch zu Jesus. Er hat uns eingeladen, unsere Last zu Ihm zu bringen (Matthäus 11,28).

Gebet

Herr Jesus,
Du kennst mich und weißt, wie es in mir aussieht. Ich bringen Dir meine Schuld und all die Dinge die mich belasten. Danke, dass Du am Kreuz für diese Dinge bereinigt hast. Hilf mir bitte ein Mensch zu werden, der lebt, wie Du es willst!
Amen.

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