18. Dezember – Glücklich seid ihr!

Die Predigt auf dem Berge

»Glücklich sind, die erkennen, wie arm sie vor Gott sind, denn ihnen gehört sein himmlisches Reich. Glücklich sind, die über diese Welt trauern, denn sie werden Trost finden. Glücklich sind, die auf Frieden bedacht sind, denn sie werden die ganze Erde besitzen. Glücklich sind, die Hunger und Durst nach Gerechtigkeit haben, denn sie sollen satt werden. Glücklich sind, die Barmherzigkeit üben, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren. Glücklich sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen. Glücklich sind, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen. Glücklich sind, die verfolgt werden, weil sie nach Gottes Willen leben; denn ihnen gehört sein himmlisches Reich. Glücklich könnt ihr euch schätzen, wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet, weil ihr mir nachfolgt. Ja, freut euch und jubelt, denn im Himmel werdet ihr dafür reich belohnt werden! Genauso hat man die Propheten früher auch schon verfolgt.«

Matthäus 5,3-12 (HfA)

Diese Predigt ist wohl die berühmteste, die Jesus gehalten hat. Er beginnt damit, darüber zu reden, wer glücklich zu nennen ist. Luther übersetzt dieses „glücklich“ mit „selig“ – ein etwas intensiverer Begriff, wie ich finde.

Jeder Mensch möchte glücklich sein. Ich kenne keinen, der sich absichtlich unglücklich machen will. Wir möchten uns gut fühlen. Zufrieden sein – wie auch immer dieser Zustand für uns definiert ist. Manche suchen das Glück in ihrem Besitz, in anderen Menschen, in der Wissenschaft oder in fernöstlicher Meditation. Manche versuchen ihr Leben zu verbessern indem sie Sport treiben oder Achtsamkeitsseminare besuchen. Manche finden Glück in ihrem Hobby oder in ihrem Beruf.

An vielen von diesen Dingen ist grundsätzlich ja nichts falsch. Sie gehören zum Menschen dazu. Doch es sind weltliche Dinge. Und sie sind vergänglich.

Nicht von dieser Welt

Die Menschen, die Jesus als glücklich bezeichnet, sind nicht die reichen und erfolgreichen Menschen in dieser Welt. Nein, es sind Menschen, die nach Idealen wie Frieden, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit streben. Es sind Menschen, die ein Herz für die verlorene Welt haben und Menschen, die Gott nachfolgen – egal wie die Umstände sind.

Für all diese Menschen wird es eine eine Erfüllung ihrer Wünsche geben, sie werden glücklich sein. Spätestens in der kommenden Welt. Und all dies hat Bestand in der Ewigkeit.

Zum Nachdenken und Mitmachen

Was macht Dich glücklich? Was macht Dich unglücklich? Welchen Idealen strebst Du nach?

Den ganzen Text der Bergpredigt findest Du übrigens in Matthäus 5 und den folgenden Kapiteln.

Gebet

Vater im Himmel!
Ich möchte mein Glück nicht von Dingen in dieser Welt abhängig machen, die vergänglich ist.
Ich möchte mein Glück von Dir abhängig machen, denn Du bist ewig, Du hältst all Deine Versprechen, Du bist allmächtig.
Danke dafür!
Amen.

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