Abschleppen

Ein paar Wochen vor Weihnachten hat unser Auto auf dem Supermarktparkpaltz in der Kälte kapituliert. Trotz Kraftstofffilterwechsel und Starthilfe ist es nicht mehr angesprungen. (So schlimm wie auf dem Bild oben war es nicht…)

Mir sind dazu ein paar Gedanken gekommen. Dieses „abgeschleppt werden“ ist ja fast christlich 😉.

Vertrauen

[…] euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr ihn um etwas bittet.

Matthäus 6,8b (HfA)

Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem HERRN!

Sprüche 3,5 (HfA)

Wenn man im abgeschleppten Auto sitzt, muss man seinem Vordermann voll vertrauen. Man muss sich verlassen können, dass das Tempo passt, er den Weg kennt und die Situation überblickt, er Rücksicht nimmt oder auch rechtzeitig bremst. Bei Gott ist das genauso – Er kennt den Weg und weiß genau, was wir brauchen. Weil Er allmächtig ist und alles im Blick hat, können wir uns 100% auf Gott verlassen!

Orientieren

Lehre mich, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist, dann kann ich ungehindert meinen Weg gehen!

Psalm 143,10 (HfA)

Ein anderes Mal sagte Jesus zu den Menschen: »Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit umherirren, sondern er hat das Licht, das ihn zum Leben führt.«

Johannes 8,12 (HfA)

Wird man abgeschleppt, so hat man nicht wirklich die Übersicht. Letztendlich kann man sich nur dran orientieren, was der Vordermann macht: Wenn er bremst, bremst man. Wenn er links fährt, lenkt man mit. Man muss schauen, dass man in der Spur bleibt – bei uns lag zum Beispiel noch Schnee – das ist nicht immer ganz einfach. Man muss einfach nachfolgen, wohin das vordere Auto fährt, sonst gibt’s ein großes Problem.

Im Glauben ist es genauso: Man muss sich an dem Orientieren, was Gott sagt und was Er in Seinem Wort kundtut, denn Er weiß wo’s langgeht. Wenn wir in Seiner Spur bleiben, kommen wir sicher und wohlbehalten an Ziel an. Es kostet manchmal etwas Mühe, Gottes Wege zu erkennen und man weiß manchmal einfach nicht, wo es langgeht, trotzdem Jesus nachzufolgen ist gut für uns. Nachfolgen heißt, sich an dem zu orientieren, was Jesus tut und genauso zu handeln.

Wo geht’s hin?

Dabei ist mir klar, dass ich dies alles noch lange nicht erreicht habe und ich noch nicht am Ziel bin. Doch ich setze alles daran, es zu ergreifen, weil ich von Jesus Christus ergriffen bin. Wie gesagt, meine lieben Brüder und Schwestern, ich weiß genau: Noch bin ich nicht am Ziel angekommen. Aber eins steht fest: Ich will vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir. Mit aller Kraft laufe ich darauf zu, um den Siegespreis zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit. Denn dazu hat uns Gott durch Jesus Christus berufen. Wir alle, die wir auf dem Weg zum Ziel sind, wollen uns so verhalten. Wenn ihr in dem einen oder anderen Punkt nicht meiner Meinung seid, wird Gott euch noch Klarheit und Einsicht schenken.

Philipper 3,12-15 (HfA)

Wir hängen am anderen Wagen und sind auf dem Weg – wohin? Das haben wir vorher ausgemacht: Werkstatt oder eben nach Hause. Allerdings sehen wir nicht weiter, als zu der Hinterscheibe des vorderen Fahrzeugs. Im Christsein ist es ähnlich: Wir haben unser großes Zeil bei Gott zu sein, vor Augen. Manchmal auch Teiletappen auf unserem Lebensweg, die Er uns gezeigt hat. Aber oft liegt der Weg auch verborgen und ist nicht sichtbar. Manchmal weiß man nicht, warum etwas passiert und man fragt sich, was soll das jetzt? Doch letztendlich – dann sind wir wieder beim Vertrauen – müssen wir uns drauf verlassen, dass Gott den richtigen Weg kennt.

Eine Stabile Verbindung

Bleibt fest mit mir verbunden, und ich werde ebenso mit euch verbunden bleiben! Denn eine Rebe kann nicht aus sich selbst heraus Früchte tragen, sondern nur, wenn sie am Weinstock hängt. Ebenso werdet auch ihr nur Frucht bringen, wenn ihr mit mir verbunden bleibt. Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, der trägt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten.

Johannes 15,4-5 (HfA)

Für’s Abschleppen ist es extrem wichtig, dass eine stabile Verbindung zwischen dem vorderen und dem hinteren Auto besteht und dass die nicht abreißt. Jesus sagt, dass Er der Weinstock ist und wir die Reben. Ohne Ihn können wir nichts tun. Deshalb sollten wir immer wieder prüfen, ob die Verbindung zu Gott passt und gegeben falls die Verbindung verbessern – wie das gehen kann, findest Du auf SalzUndLicht oder auf PowerConnection.

Durch die Verbindung zu Jesus bekommen wir Orientierung, Kraft und Sein Segen kann durch uns fließen – auch zu anderen Menschen.

Nähe

Für alles auf der Welt hat Gott schon vorher die rechte Zeit bestimmt. In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist. Aber der Mensch kann Gottes Werke nie voll und ganz begreifen.

Prediger 3,11 (HfA)

Ich aber darf dir immer nahe sein, das ist mein ganzes Glück! Dir vertraue ich, HERR, mein Gott; von deinen großen Taten will ich allen erzählen.

Psalm 73,28 (HfA)

Mit einem Abschleppseil oder der Abschleppstange ist man seinem Vordermann sehr sehr nahe. Die Nähe zu Gott ist etwas Essentielles für uns Menschen, auch wenn wir es in einer säkularisierten Welt nicht mehr wahrhaben wollen. Irgendwie spüren wir, dass es mehr geben muss, als das, was wir sehen, riechen, hören oder fühlen können. Das ist Gott, der mit uns Gemeinschaft haben möchte. Er hat uns geschaffen, damit Er ein Gegenüber hat (1.Mose 1,26-28) und Er möchte mit uns zusammen sein. Auch in der Ewigkeit. Und Gott hofft, dass wir das auch möchten – darum wirbt Er und darum hat Er Jesus auf die Erde geschickt, damit keine Sünde mehr zwischen Ihm und uns stehen kann. (Johannes 3,16)

Geduld

Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben, und das wiederum stärkt unsere Hoffnung.

Römer 5,4 (HfA)

Außerdem, ihr Lieben, weist die zurecht, die ihr Leben nicht ordnen. Baut die Mutlosen auf, helft den Schwachen und bringt für jeden Menschen Geduld und Nachsicht auf. Keiner von euch soll Böses mit Bösem vergelten; bemüht euch vielmehr darum, einander wie auch allen anderen Menschen Gutes zu tun. Freut euch zu jeder Zeit! Hört niemals auf zu beten. Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein.

1.Thessalonicher 5,14-18 (HfA)

Es dauert manchmal laaaaange, bis wir mit dem Auto die Werkstatt erreicht haben. Man kann ja auch nicht wirklich schnell fahren. Manche Dinge brauchen einfach ihre Zeit. Wie im Leben und das ist – zumindest für mich –  eine der schwersten Lektionen. Es geht halt nicht immer alles sofort und Veränderungen brauchen Zeit und manchmal Krafteinsatz, um zu passieren.

Wenn Du also das nächste Mal abgeschleppt wirst, hast Du viel Zeit, um über das, was ich geschrieben hab, nachzudenken 😉

By the way 😁

Ein Trabi hat eine Panne. Da kommt ein Ferrari vorbei und der Fahrer fragt, ob er abschleppen soll. Sagt der Trabifahrer: „Bitte, gerne. Aber: Wenn ich hupe, fahren Sie bitte langsamer und wenn ich blinke bleiben Sie stehen.“ Der Ferrarifahrer ist einverstanden.
Als sie auf der Autobahn sind, überholt sie ein Lamborghini mit 200 Sachen. Der Ferrari hält mit, erhöht auf 240, Lamborghini beschleunigt. Ferrari erhöht nochmals auf 260 Sachen, Lamborghini beschleunigt weiter.
Das sehen drei Männer, die auf einer Autobahnbrücke stehen. Sagt der erste: „Wow, seht euch den Lamborghini an. Der fährt bestimmt 260!“ Sagt der zweite: „Wow, seht euch den Ferrari an. Der fährt auch 260 Sachen.“ Sagt der dritte: „Wow, seht euch mal den Trabi an. Der hupt und blinkt und keiner lässt ihn vorbei!“

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Vielen Dank für’s Lesen und Gottes Segen!

Ein Kommentar zu “Abschleppen

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