
… Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere
Peter Alexander (Songtext von Die süßesten Früchte © Sugarmusic S.p.a.)
Nur weil die Bäume hoch sind und diese Tiere groß sind
Die süßesten Früchte schmecken dir und mir genauso
Doch weil wir beide klein sind, erreichen wir sie nie
Heute feiert man das Erntedankfest. Für meisten von uns ist das nicht mehr so von Bedeutung, da die meisten von uns erstens keine Landwirte mehr sind und wir zweitens im Supermarkt völlig unabhängig von den Jahreszeiten alle Früchte bekommen, die das Herz begehrt. Sogar im Winter, als es früher Sauerkraut und Boskop-Äpfel gab. Und Kartoffeln. Vielleicht konnte man noch Karotten einlagern.
Trotzdem – oder gerade deshalb! – sollten wir dankbar sein, für alles, was wir haben. Wer einen Garten hat, kann sich dieses Jahr freuen – zumindest in unserer Gegend ist die Obsternte echt traumhaft. Und Tomaten. Und Gurken.
Du krönst das Jahr mit deinem Gut.
Psalm 65,12 (LU17)
Auch in der Bibel ist viel von Obst und Früchten die Rede. Dazu zwei grundlegende Verse.
Der erste mahnt uns zu Geduld und Hoffnung:
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
Prediger 3,1-2 (LU17)
Der zweite beinhaltet ein Versprechen von Gott:
Der HERR wurde durch das wohlriechende Opfer gnädig gestimmt und sagte sich: »Nie mehr will ich wegen der Menschen die Erde verfluchen, obwohl sie von frühester Jugend an voller Bosheit sind. Nie wieder will ich alles Leben vernichten, wie ich es getan habe! Solange die Erde besteht, soll es immer Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht geben.«
1.Mose 8,21-22 (HfA)

Ein paar – nicht erschöpfende – Gedanken zum Thema „Früchte in der Bibel“…
Verbotene Früchte
Es geht schon damit los, dass Gott den Menschen in einen Garten setzt und ihm die dortigen Früchte als Nahrung gibt:
Gott, der HERR, brachte den Menschen in den Garten von Eden. Er gab ihm die Aufgabe, den Garten zu bearbeiten und ihn zu bewahren. Dann schärfte er ihm ein: »Von allen Bäumen im Garten darfst du essen,
nur nicht von dem Baum, der dich Gut und Böse erkennen lässt. Sobald du davon isst, musst du sterben!«1.Mose 215-17 (HfA)
Nur die Früchte eines Baumes sind tabu: die vom Baum der Erkenntnis – und was hat der Mensch natürlich getan: Sich gerade diese Früchte geschnappt. Die Auswirkungen spüren wir heute noch. Wir haben viel Erkenntnis und wissen viel über die Welt. Aber von Gott haben wir uns entfernt und die Früchte vom Baum des Lebens sind unzugänglich. Der Tod herrscht in der Welt. Und manchmal scheint es, dass wir süchtig nach der Erkenntnis sind und meinen, alles wissen und beherrschen zu können. Aber das Leben, das Gott uns bietet, scheint eine Torheit zu sein.
Gottes Versorgung
Gott ist gut und deshalb versorgt Er seine Schöpfung.
Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.
Psalm 145,15 (LU17)
Wenn wir „die Früchte unserer (Garten-)Arbeit“ genießen, dürfen wir immer daran denken, woher sie kommen und wer das Wachstum schenkt: Gott! Das sollte uns immer bewusst sein.
Frucht bringen
Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
Psalm 1,3 (LU17)
Auch der Mensch kann gute Frucht bringen. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir uns auch mit Gutem versorgen lassen. Gottes Liebe ist wie ein Strom, in den wir unsere Wurzeln schlagen können, um davon zu trinken. Dann können wir diese Liebe weitergeben.
Suchen unsere Wurzeln nach vergifteten Quellen, kann das, was wir an Frucht bringen, nicht gut sein – verdorbenes Essen macht uns krank. Deshalb sollten wir darauf achten, was wir in uns hineinlassen.

Früchte des Geistes
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.Galater 5,21-22 (LU17)
Die Früchte des Heiligen Geistes bekommen wir geschenkt, wenn wir in einer lebendigen Beziehung zu Gott sind. Wie die Reben am Weinstock. Diese Beziehung zu Gott ist die Wichtigste, die wir in unserem Leben pflegen können.
Darüber hab ich schon geschrieben:
- Der Heilige Geist und ich – Teil II (Pfingsten 2021) auf SalzUndLicht
- Abschleppen auf SalzUndLicht
Danken!
Gott hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
Apostelgeschichte 14,17 (LU17)
Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit und für alles!
Epheser 5,20 (HfA)
Weil Gott uns so reichlich versorgt, dürfen wir Ihm danken. Uns in Mitteleuropa sollte bewusst sein/ werden, dass es Regionen auf dieser Welt gibt, wo eine Handvoll Reis etwas lebensentscheidendes ist. Es ist nicht selbstverständlich ein Dach über dem Kopf, fließend Wasser und einen Supermarkt zu haben. Und genügend Geld, um sich das alles leisten zu können. Wir haben das selbst auf unseren Ugandareisen gesehen.
Deshalb: Wenn du genug hast, dann schau, ob du jemand anderem helfen kannst, der nicht genug hat. Man muss nicht mal unbedingt nach Afrika gehen…
