
Gott selbst schlichtet den Streit zwischen den Völkern, und den vielen Nationen spricht er Recht. Dann schmieden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um und ihre Speere zu Winzermessern. Kein Volk wird mehr das andere angreifen; niemand lernt mehr, Krieg zu führen.
Jesaja 2,4 (HfA)
Fast zwei lange Jahre
Fast zwei Jahren dauert nun der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Von EU-Seite hört man keine diplomatischen Bemühungen, den Krieg zu beenden, Deutschland setzt sich nicht für einen baldigen Frieden ein. Im Gegenteil. Die einzige Devise lautet: Die Ukraine darf nicht verlieren und deshalb braucht es Waffen und Geld, um sie zu unterstützen. Jetzt wird sogar von der Lieferung von weitreichenden Waffensystemen geredet, um „den Krieg zu beenden“. Da kann man ja gleich Benzin ins Feuer schütten. Ich sage jetzt nicht, dass wir die Ukraine alleine dastehen lassen sollten – obwohl z.B. der Anschlag auf die Nordstream 2 von diesem Land ausging -, sondern, dass sich unsere Politiker in Deutschland, im Westen und der EU endlich für Frieden mit einer diplomatischen Lösung einsetzen sollten, bevor es noch schlimmer wird und noch mehr Länder hineingezogen werden. Das kann doch niemand, der klaren Verstandes ist, wollen.

Was bedeutet Krieg?
Einen Krieg bekommen nicht die Regierenden in unseren Ländern zu spüren – sie sind fein raus. Zu spüren bekommen ihn die Soldaten, die an die Front geschickt werden. Die Menschen, die in den Dörfern und Städten sterben im Bomben- und Raketenbeschuss. Hungern werden die einfachen Menschen, deren Felder zerstört sind. Frieren werden die Frauen, Kinder und Männer, deren Häuser zerbombt wurden. Es gibt Kriegstraumata ohne Ende, die die Seelen von vielen Menschen zerfressen – und wir regen uns über „Hass und Hetze im Netz“ auf (was natürlich auch schlimm ist)? Leiden wird die Natur – Lebensräume werden zerstört; Tiere getötet; Landstriche mit Schwermetallen wie Quecksilber oder Blei aus der Munition verschmutzt und Gefechtslärm ausgesetzt – und wir sollen aus Rücksicht auf die Natur auf Silvesterböller verzichten?
Einerseits Umweltschutz und anderseits Waffenlieferungen und Umweltzerstörung. Wir halten Toleranz und Menschenrechte hoch und unterstützen das Töten von Menschen an der Front und in russischen bzw. ukrainischen Städten – von der Presse werden oft ukrainische „Erfolge“ gefeiert. Diese Schlagzeilen fallen mir oft auf. Die EU sei ein Friedensprojekt, hieß es einmal – davon ist sie nun weit entfernt, indem sie einen Krieg schürt. Die deutschen Politiker verurteilen die Kriegsrhetorik von Hitler und Goebbels (das ist der mit dem „totalen Krieg!“) und doch sind die meisten Parteien für „kriegstüchtig machen“ Deutschlands sowie Waffenlieferungen. Haben gerade wir Deutschen nichts, aber auch gar nichts, aus unserer Geschichte gelernt? Was es hieß, dass 50 Millionen Menschen sterben mussten, dass ganze Städte im Bombenhagel (Dresden) oder durch Feuersbrünste (Hamburg) zerstört wurden? Dass Millionen vertrieben wurden und verhungerten? Wollen wir sowas wieder?
Ich kann nur noch den Kopf darüber schütteln. Ich verstehe es nicht. Warum will man ein Volk in einen Krieg treiben und setzt nicht auf ein Miteinander reden – eine diplomatische Lösung? Und sie nehmen in Kauf, dass jeden Tag mehr Russen und Ukrainer sterben…

Gottes Wort
Wir Christen sollen Hörer und Täter von Gottes Wort, der Bibel, sein. Sie äußert sich sehr deutlich zum Thema Frieden:
Abner rief Joab zu: Soll denn das Schwert ohne Ende fressen? Weißt du nicht, dass daraus am Ende nur Jammer kommen wird?
2. Samuel 2,26 (LU17)
Jagt dem Frieden nach mit jedermann.
Hebräer 12,14a (LU17)
Jesus warnt eindeutig:
Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen.
Matthäus 26,52 (LU17)
Deshalb: Versuche, dass du ein Friedensstifter in Wort und Tat wirst.

Unsichtbare Kämpfe
Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.
Epheser 6,12 (HfA)
Unsere Welt besteht nicht nur aus dem, was wir sehen können. Ich glaube, dass in der unsichtbaren Welt momentan viele Kämpfe toben – man sieht es an den Themen wie Abtreibung, Gender, Toleranz, Cancel Culture, … und eben an den Konflikten, die in den Familien und zwischen den Nationen herrschen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass eine Partei, die noch vor ein paar Jahren absolut gegen Waffenlieferungen und Auslandseinsätze von deutschen Soldaten war, plötzlich genau das gutheißt. Es sind andere Mächte als die irdischen am Werk… In diesen geistlichen Kampf sollen wir Christen, ausgerüstet mit der geistlichen Waffenrüstung (Gut gerüstet auf SalzUndLicht), eintreten und auf Gottes Seite für Sein Reich einstehen („Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden!“). Unsere Waffe ist nicht das Schwert, sondern das Gebet. Paulus schreibt:
Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber.
1.Timotheus 2,2 (HfA)
Deshalb: Beten wir für unsere Regierungen! Und für Frieden zwischen Russland und der Ukraine und auch in Israel.

Du hast die Wahl
Bald sind Wahlen in Deutschland – schreibt doch die Politiker aller Parteien aus euren Wahlkreisen an und bittet sie, sich für einen baldigen Frieden zwischen Russland und der Ukraine einzusetzen. Mit einem dezenten Hinweis auf die Bundestagswahl im Februar. Ich hab‘ das schon gemacht. Und je mehr es tun, desto höher ist die Chance, dass auf politischer Seite umgedacht wird. Schließlich geht bei uns die Macht vom Volk aus. Nutze deine Stimme (nicht nur auf dem Stimmzettel)! Wenn Deutschland in einen Krieg hineingezogen wird, wird das jeden von uns betreffen…

Exkurs Krieg und „Klimaschutz“
Gerade unsere Regierungen in Deutschland und Österreich, sowie in der EU reden ständig vom Klimaschutz, wollen mehr Wärmepumpen, Elektroautos, erneuerbare Energien, Lastenfahrräder und so weiter. Bitte nicht falsch verstehen – ich bin absolut dafür, dass wir die Schöpfung bewahren. Nur wenn ich sehe, dass dieselben Regierungen Kriege nicht beenden wollen und im Gegenteil noch schüren, erscheinen über meinem Kopf viele viele Fragezeichen.
Ich habe mal recherchiert und etwas gerechnet, wie die CO2*-Bilanz in einem solchen Krieg aussehen könnte.
Ein Kampfjet F/A 18 C/D bläst pro Stunde etwa 4.850 kg Kerosin raus, was 12.220 kg CO2 produziert. Bei einem Tag Kampfeinsatz mit 10 Stunden ca. 122 t. Um das zu kompensieren, müssten entweder 90 Haushalte ein Jahr lang eine Wärmepumpe betreiben oder 60 PV-Anlagen jeweils 5000 kWh Strom erzeugen oder 150 Menschen jeweils ca. 7.300 km, zusammen knapp 600.000 km, mit dem Lastenfahrrad fahren. Fliegen über 2 Jahre im Schnitt nur 50 Kampfjets 10 Stunden an jeweils 250 Tagen pro Jahr sind das 3 Mio. Tonnen CO2. By the way: Ein einziger Panzer wie der Leopard 2 verbraucht allein 530 l Diesel auf 100 km…
Zieht man die zerstörte Bausubstanz (Gebäude, Infrastruktur) hinzu, die wieder ersetzt werden muss – der Einfachheit nehmen wir Beton, der ca. 200 kg CO2 pro Tonne „erzeugt“. Sagen wir es müssten nur 1 Mio. Tonnen Beton verbaut werden (was für ein ganzes Land nicht viel ist), würden 200.000.000 kg CO2 erzeugt werden. Dafür bräuchten wir entweder ca. 143.000 Wärmepumpen, 93.000 PV-Anlagen oder 250.000 Lastenfahrräder (1,8 Mrd. km oder 6 mal zur Sonne und zurück).
Einfach nur Irrsinn…
* Die falsche Schreibweise bitte ich zu entschuldigen. Als Chemiker weiß ich natürlich, dass der 2er tiefgestellt sein müsste. Ging aber nicht.

Weiterführende Links
Zum Thema CO2-Emmision und Kriege.
Krieg auf SalzUndLicht
Haltet Frieden auf SalzUndLicht