Lattengebirge – der Predigtstuhl, die Steinerne Agnes und die Schlafende Hexe

Dort geht’s los

Parken kann man direkt an der Predigtstuhlbahn.

Südtiroler Platz 1, 83435 Bad Reichenhall

Tourdaten

Dauer: ca. 5 Stunden

Höhenmeter: ca. 300 m im Aufstieg, 1.200 m im Abstieg

Strecke: ca. 8 km

Mein Kommentar

Eine schöne Wanderung mit tollen Aussichten. Vor allem kann man auf dem Gebirgsrücken viele Gipfel besteigen.

Wandern

Im unteren Bild sieht man einen Teil des Gebirgszuges von Süden, den man im Volksmund die „Schlafende Hexe“ nennt. Ganz rechts der Kopf mit Hakennase und Kinn, dann die Brust und der restliche Körper. Mit ihren vielen Gipfel bietet es sich an, eine Wanderung quer über das Lattengebirge zu machen.

Ich hab an der Predigtstuhlbahn geparkt und bin dann hochgefahren.

Von der Bergstation geht man links hoch und hat recht schnell einen guten Blick auf Bad Reichenhall. Da der Weg gut ausgeschildert ist, findet man ganz leicht den Predigtstuhlgipfel (1583 m). Von dort geht’s in ein paar Minuten zur Almhütte Schlegelmulde (1549 m), wo man sich schon verpflegen kann. Aber ich hatte mir das noch nicht verdient und bin dann weiter den kurvigen Wanderpfad auf den Hochschlegel (1688 m).

Von dort geht man weiter Richtung Süden und kann einen kleinen Abstecher auf den Karkopf machen (1739 m). Den gleichen Weg geht man ein Stückchen zurück und biegt dann rechts auf den Pfad über den Grat ab. Der windet sich schön durch die Latschen- und Gebirgsvegetation. Nach etwa 700 m muss man sich entscheiden, ob man den Weg weitergeht oder noch einen kleinen Umweg auf den Dreisesselberg (1680 m) macht – der lohnt sich auf jeden Fall! Eine herrliche Aussicht bietet sich dort.

Zurück geht man wieder ein Stück bis zur Weggabelung und biegt Richtung Steinerne Agnes ab. Der Weg geht an der Südseite entlang und man sollte auf jeden Fall trittsicher sein. Die Steinerne Agnes (1400 m) findet man dann linksseitig. Man muss den Hauptweg etwas verlassen.

Den Rückweg geht man dann Richtung Osten zum Rotofen und dort beginnt dann auch der elend lange Abstieg durch den Wald Richtung Hallturm. Es sind um die 1000 Höhenmeter und das merkt man. Zum Schluss hatte ich echte keine Lust mehr und die Beine haben schon wehgetan. Aber Pause machen war nicht: Sobald ich kurz stehen bliebt, bin ich fast von den Stechmücken gefressen worden – da hat man entweder Autan dabei oder man rennt stückchenweise den Berg runter. Wenn man sich den Abstieg nicht antun will, kann man natürlich auch zurück zur Bergbahn…

Woher kommt der Name „Steinerne Agnes“

Der Name kommt vom ungewöhlichen Aussehen des Felsens – wie eben ein Körper mit Kopf und Hut. Zwei Sagen erklären die Felsformation: Entweder war die Agnes eine gottesfürchtige Sennerin, die durch die Versteinerung vorm Teufel geschützt wurde oder sie war eine Dirne, die ihr uneheliches Kind tötete.

Unten angekommen gibt es die Möglichkeit zu Fuß nach Reichenhall zu gehen, mit der Bahn oder dem Bus zu fahren. Ich hab den Bus bis zur Haltestelle am Bahnhof genommen. Kostet nicht viel und es ist nicht mehr weit zum Parkplatz an der Predigstuhlbahn.

Trotz den „Unanehmlichkeiten“ am Schluß war’s ne tolle Tour!

Ein Mohrenfalter

Die allgegenwärtigen Alpendohlen sind nicht scheu.

Bilder

Die „Steinerne Agnes“

Versteinert

Zur Steinernen Agnes ist mir eine Bibelgeschichte eingefallen: Vielleicht kennst du aus 1.Mose 19 die Erzählung von der Vernichtung von Soddom und Gomorra und Lots Frau, die zur Salzsäule erstarrt:

»Lauft um euer Leben!«, sagte einer der beiden Boten. »Schaut nicht zurück, bleibt nirgendwo stehen, sondern flieht ins Gebirge! Sonst werdet ihr umkommen!« […] Da ließ der HERR Feuer und Schwefel vom Himmel auf Sodom und Gomorra herabregnen. Er vernichtete sie völlig, zusammen mit den anderen Städten der Jordan-Ebene. Er löschte alles Leben in dieser Gegend aus – Menschen, Tiere und Pflanzen. Lots Frau drehte sich auf der Flucht um und schaute zurück. Sofort erstarrte sie zu einer Salzsäule.

1.Mose 19,17.25-26 (HfA)

Und zum Thema „zurückschauen“ ist mir dann wiederum die Geschichte von Jesus und einem jungen Mann eingefallen, der Jesus nachfolgen will, aber das nicht konsequent macht (Lukas 9,57-62). Zu ihm sagte Jesus:

Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62 (LU17)

Zugegeben, dass sind zwei krasse Stellen aus der Bibel. Lernen kann man daraus auf alle Fälle:

  • Höre auf Gott und Seine Boten/ Seine Worte.
  • Gott hat die Macht über alles!
  • Jesus nachzufolgen ist keine Teilzeitsache (siehe auch Keine halben Sachen auf SalzUndLicht).
  • Aus der Vergangenheit – der Rückschau – zu lernen, ist sicher nicht verkehrt, allerdings wird es problematisch, wenn wir darin verhaftet (versteinert) bleiben und nicht nach vorne sehen bzw. vorwärts gehen.

Soviele Gedanken für heute 😀.

Die Saalach…

Vielen Dank für’s Lesen und Gottes Segen!

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