Gevatter Tod

»HERR, lass mich erkennen, wie kurz mein Leben ist und dass meine Tage gezählt sind; wie vergänglich bin ich doch! Wie begrenzt ist das Leben, das du mir gabst! Ein Nichts ist es in deinen Augen! Jeder Mensch, selbst der stärkste, ist nur ein Hauch, der vergeht – schnell wie ein Schatten verschwindet er. Sein Tun und Treiben ist viel Lärm um nichts! Er häuft sich Reichtümer an und weiß nicht, was einmal daraus wird.«

Psalm 39,5-7 (HfA)

Heute ist Totensonntag. In Deutschland wird den Verstorbenen des letzten Jahres gedacht. Wenn man einen lieben Menschen verliert, wird einem erst wieder einmal bewusst, dass das Leben auch zu Ende geht – manchmal schneller als einem lieb sein möchte. Wir werden ja sehr alt heutzutage. Vor 500 Jahren lag die Lebenserwartung bei etwa 30. Jedes vierte Kind starb vor dem ersten Geburtstag. Der Tod war allgegenwärtig.

In unserem Alltag ist der Tod eher eine Randerscheinung für die meisten. Oder neutral. Soviele sind an Hunger gestorben, soviele an und mit Corona (im Liveticker zu sehen!), so und soviele Kriegsopfer. Die meisten Toten sieht man vermutlich in Kriegsfilmen oder den allgegenwärtigen in den Krimis im deutschen Fernsehen. Wenn’s danach ginge, hätten wir mindestens 10.000 Mordopfer jedes Jahr in Deutschland. Jedenfalls sind das Zahlen und von denen kann man sich distanzieren. Das ist dann messbar und davor braucht man weniger Angst zu haben. Der „echte“ Tod ist dann doch irgendwie bedrohlich, wenn er Menschen aus der nahen Umgebung trifft.

Umgang mit dem Tod

Um damit umzugehen, erfindet der Mensch den Sensenmann, Gevatter Tod, den Boandlkramer, Terry Pratchetts „Tod“, der die Menschen auf der Scheibenwelt in ihr Jenseits bringt. Wir schlucken Vitamine, treiben Sport, versuchen durch Wellness das Leben zu verlängern. Die Kryogenik gibt Kranken Hoffnung auf spätere Heilung und langes/ ewiges Leben, indem man Menschen tiefkühlt. Oder es gibt Bestrebungen, das menschliche Bewusstsein direkt an Computer anzuschließen, so kann man sich dann in einen bessere Welt „hochladen“ und dort für immer sein.

Doch egal, was versucht wird: Der Tod hat das letzte Wort. Es gibt kein Entrinnen.

Deshalb schreibt David in Psalm 90:

Mach uns bewusst, wie kurz das Leben ist, damit wir unsere Tage weise nutzen!

Psalm 90,12 (HfA)

Und in den Sprüchen steht:

Mit dem Tod eines Gottlosen sterben auch seine Hoffnungen; alles, worauf er sich bisher verlassen hatte, hilft dann nicht mehr.

Sprüche 11,7 (HfA)

Was ist weise im Angesicht der Endlichkeit unseres Lebens? Unser Leben fliegt vorbei wie eine Seifenblase und platzt eines Tages. So ist es doch gut, dass wir uns bewusst werden, dass wir wenig Zeit haben. Dass wir sie sinnvoll auf Erden nutzen. Kaufen wir alles aus, was auf Erden geht, denn das Leben ist vergänglich. Alles mitnehmen, was geht. Ohne Rücksicht. Das Jetzt zählt. Kaufe deine Zeit aus, dann Klappe zu, Affe tot. Ende.

Endpunkt oder Neustart?

Das ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Psalm 39 geht nämlich noch weiter:

Worauf kann ich da noch hoffen? Herr, du allein bist meine Hoffnung!

Psalm 39,8 (HfA)

Und Paulus schreibt:

»Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

1.Korinther 15,55-57 (HfA)

Wie jetzt? Das hier auf der Erde ist doch nicht alles? Nein, ist es nicht! Denn:

Darauf erwiderte ihr Jesus: »Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?«

Johannes 11,25-26 (HfA)

Das ist die Gute Nachricht: Es gibt ein Leben nach dem Tod hier auf Erden. Es ist gut und richtig, dass wir unsere Lebenszeit hier nicht nutzlos verschwenden. Es ist gut, wenn uns bewusst ist, dass diese Lebenszeit begrenzt ist. Aber nicht, um Angst vor dem Tod zu haben, sondern dass wir uns bewusst werden, dass wir Jesus brauchen, um das ewige Leben zu bekommen! Das ist durch den Tod und die Auferstehung Jesu möglich, wie wir es jedes Jahr an Ostern feiern. Jesus hat den Tod besiegt!

Entscheidung mit Ewigkeitsperspektive

Wir werden unserem Leben auf der Erde keine Sekunde hinzufügen können. Wir werden auf der Welt nicht ewig leben können. Doch wir können entscheiden, wo wir die Ewigkeit verbringen. Bei Gott oder eben nicht. Diese Entscheidung ist die wichtigste in unserem Leben – lange vor Beruf, Ehepartner, Wohnort oder sonst was.

Bist Du Christ? Dann erzähl den Menschen von dieser Guten Nachricht, dass Gott die Menschen liebt und ewiges Leben verspricht.

Wenn Du nicht an Gott und Jesus glaubst: Denke drüber nach. Du hast nichts zu verlieren, wenn Du Ihm nachfolgst. Wage diesen Schritt. Sprich mit Gott, übergib Ihm die Kontrolle über Dein Leben. Er liebt Dich und wird Dich nicht zurückweisen!

Sei gesegnet!


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