Jeder hat sei Kreizle em Kalendr

Schwäbisch für einen gewissen Fatalismus gegenüber einer unabwendbaren Tatsache: Für jeden gibt es einen festgelegten Zeitpunkt in seiner persönlichen Lebenszeit, wann er (oder sie) von dieser schönen Erde genommen wird.

Mein Papa, wenn jemand aus der Bekanntschaft stirbt

Vergänglichkeit

Wenn man jung ist, denkt man nicht viel an den Tod. Er ist weit weg. Sterben tun die Alten. Ich bin jetzt Anfang vierzig und immer wieder lese ich Todesanzeigen von Menschen, die nicht viel älter sind wie ich. Wenn ich mit meinen Eltern telefoniere, kommt oft der Satz: „Hasch des scho mitkriagt, der und der isch gschtorba!“ (deutsch: „Hast Du mitbekommen, Herr oder Frau so und so sind gestorben!“) Immer wieder sind Klassenkameraden meiner Eltern dabei. Die Einschläge kommen sozusagen näher. Der Tod gehört zum Leben, sagen viele.

Ich möchte leben, auch wenn nur ganz kurz. Erst die Vergänglichkeit verleiht dem Leben so etwas wie eine Bedeutung, Captain. Frieden. Liebe. Freundschaft. Alles ist so kostbar, weil wir wissen, dass nichts davon ewig währt.

Data in Star Trek: Picard, Staffel 1, Folge 10

In dieser Aussage von Data schwingt mit, was die Bibel eigentlich schon lange weiß:

HERR, lass mich erkennen, wie kurz mein Leben ist und dass meine Tage gezählt sind; wie vergänglich bin ich doch!

Psalm 39,5 (HfA)

Mach uns bewusst, wie kurz das Leben ist, damit wir unsere Tage weise nutzen!

Psalm 90, 12 (HfA)

Mit was füllen wir unsere Tage? Was davon ist wirklich wichtig? Was hat Bestand für die Ewigkeit? Was bleibt, wenn ich nicht mehr da bin? Wo geh ich hin, wenn ich gestorben bin? Das sind Fragen, die sich jeder von uns im Laufe seines Lebens stellt.

Mit was füllen wir unsere Tage?

Denk mal drüber nach, für was und wie Du Deine Lebenszeit jeden Tag einsetzt. Klar, schlafen und essen müssen wir. Arbeit. Gehört auch dazu. Macht sie Dir Spaß? Erfüllt sie Dich? Oder machst Du Dienst nach Vorschrift? Wir füllen unsere Tage mit Zeitverteib (eigentlich ein furchtbares Wort): Fernsehen, PC spielen, am Smartphone rumwischen, die Langeweile vertreiben. Hobbies sind wichtig. Wir sind kreativ, wollen gestalten, etwas schaffen. Etwas schönes machen. Etwas erfüllendes. Etwas, was unseren Talenten entspricht. Freundschaften und Beziehungen pflegen. Das gehört zum Leben dazu. Was wären wir ohne unsere Mitmenschen?

Jeder hat seinen Lebensstil, seine Dinge, die er/ sie tut. Ich geb Dir hier keine Vorschrift, wie Du leben musst, nur denk mal drüber nach, ob es nicht mehr gibt und welche Dinge wirklich wichtig sind.

Was davon ist wirklich wichtig?

Was bleibt, wenn Du gestorben bist? Warst Du reich, berühmt und schön? Ein Star? Oder ein armer Schlucker? Warst Du ein fleißiger Arbeiter? War das Geld die vielen Jahre Plackerei und Streß wert? Sicher war es toll, ein schönes Haus zu haben, weit weg in den Urlaub zu fliegen oder sich alles leisten zu können. Nur: Mitnehmen wirst Du nichts können. Alles Materielle zählt nichts mehr. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren.

Hiob 1, 21 (HfA, siehe auch 1. Timotheus 6,7-8)

Ich will Dir keine Angst machen. Das ist nicht der Sinn. Ich möchte zum Nachdenken anregen: Es ist wichtig zu überlegen: Was hat Bestand? Was wäre, wenn ich morgen dran wäre? Denn hier auf der Erde haben wir nur ein Leben.

Das Leben verlängern?

Dazu gibt es ein klares Statement in der Bibel:

Wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern.

Lukas 12, 25 (HfA)

Wir meinen immer durch gesunden Lebensstil, viel Sport oder gar durch Kryonik (Einfrieren lassen) können wir länger leben. Trotzdem hat jeder „sei Kreizle em Kalendr“. Soll heißen: Gott allein bestimmt, wie alt Du werden wirst.

Meine Meinung: Ich kann zwar nicht bestimmen, wie alt ich werde, aber kann bestimmen, wie ich alt werde.

Ewigkeitsperspektive

Aber zum Glück gibt es ja Jesus! Jesus sagt:

Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt

Johannesevangelium 11, 25 (HfA)

Und genau das ist der Punkt: Es bleibt etwas von Dir! Du hast den „Keim der Ewigkeit“ in Dir! In diesem Leben auf der Erde entscheiden wir, wo und wie wir das Leben in der Ewigkeit verbringen werden. Dazu sagt Jesus:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Johannesevangelium 5,24 (HfA)

Die gute Nachricht ist also, dass Jesus für unseren ganzen Mist, den wir tagtäglich machen, gestorben ist. Er nimmt die Strafe auf sich und so haben wir die Chance, zu Gott zu kommen. In der Ewigkeit. Und das wird super!


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