14. Dezember – Folge mir!

Ausreden

Während Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war, wurde er von einem Mann angesprochen: »Ich will mit dir gehen, ganz gleich wohin.« 58 Jesus antwortete ihm: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihre Nester; aber der Menschensohn hat keinen Platz, an dem er sich ausruhen kann.« Einen anderen forderte Jesus auf: »Komm, folge mir nach!« Er erwiderte: »Ja, Herr, aber vorher lass mich noch nach Hause gehen und meinen Vater bestatten.« Da antwortete Jesus: »Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben. Du aber sollst dich auf den Weg machen und die Botschaft von Gottes Reich verkünden.« Wieder ein anderer sagte zu Jesus: »Ich will mit dir kommen, Herr. Erlaube mir aber, mich vorher noch von meiner Familie zu verabschieden.« Ihm antwortete Jesus: »Wer beim Pflügen nach hinten schaut, den kann Gott in seinem Reich nicht brauchen.«

Lukas 9,57-62 (HfA)

„Du, morgen geht nicht. Mein Hund muss kastriert werden. Am Samstag sollte ich einkaufen gehen und sonntags sind wir schon zum Essen eingeladen. Wie sieht’s in drei Wochen am Mittwoch bei Dir aus? Da müsste ich mehr Zeit haben.“ Drei Wochen später. „Du, sorry, das mit Mittwoch wird nichts. Montag in einer Woche?“

Kennst Du das von Freunden? Oder von Dir selbst? Immer zu beschäftigt, immer gute Ausreden. Ein Treffen ist nicht möglich, weil es ja immer irgendwas gibt. Irgendwann wird man vielleicht misstrauisch: Will mich der andere überhaupt sehen? Denn insgeheim ist man ja selber froh, wenn man keine Lust auf etwas hat und glücklicherweise ein gute Ausrede daherkommt.

Auf jeden Fall sind wir Menschen oft kreativ darin, wenn es darum geht für uns unliebsame Situationen zu umschiffen. Ich merke, dass ich mir oft Dinge auch einfach schön rede nach dem Motto: „Ach so schlimm ist das nicht, wenn ich jetzt da absage.“ Doch wenn man damit anfängt, findet man die nächste Ausrede viel schneller. Und irgendwann wird man träge und lustlos.

Natürlich gibt es immer wieder wirklich gute Gründe, warum etwas nicht geht.

Woran hängt Dein Herz?

Schauen wir nochmals auf den Bibeltext von heute. Da sind viele Ausreden drin – auch vermeintlich gute. Insgesamt geht es in dem Bibeltext um die Einstellung zur Nachfolge von Jesus. Woran dein Herz hängt, das ist dein Gott, steht schon in der Bibel

Jesus möchte nicht nur eine untergeordnete Rolle in Deinem Leben spielen. Der Gott sein, der halt da ist und nach dem Du schaust, wenn es sonst nichts Besseres gibt. Nein! Jesus will die Nummer 1 in Deinem Leben sein. Von ganzem Herzen nachfolgen ist die Devise. Setze Gott an die erste Stelle, daran bekommst Du von Ihm alles, was Du brauchst. Das ist eine Verheißung, ein Versprechen! (Matthäus 6,33)

Zum Nachdenken und Mitmachen

Nimm Dir heute Zeit darüber nachzudenken, an welcher Stelle Jesus in Deinem Leben steht. Ziehe daraus die richtigen Konsequenzen und ordne Deine Prioritäten.

Jesus lädt Dich heute ein: Folge mir!

Zum Thema Nachfolge habe ich schon einiges geschrieben. Zum Beispiel:

Gebet

Herr Jesus!
Bitte zeig mir, an welcher Stelle in meinem Leben Du nicht die Nummer 1 bist.
Ich möchte Dir alles unterstellen und Du sollst die höchste Priorität in meinem Leben haben.
Bitte hilf mir dabei!
Amen

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