Selbstverständlichkeiten

Seid allezeit fröhlich,
betet ohne Unterlass,
seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

1. Thessalonicher 5, 16-18 (LU17)

Selbstverständlich

Erst neulich hab ich mit meinen Kinder darüber geredet, wie gut es uns eigentlich geht. Wir sind eine glückliche Familie, haben ein schönes, großes Haus, haben Kleidung und können im Prinzip essen, was wir wollen. Der Keller ist voll mit Spielzeug, ich hab einen guten Job, ein großer Garten ist vor unserem Haus. Wir sind gesund. Das alles ist eben nicht selbstverständlich. Vielen Menschen auf der Welt oder auch hier in Österreich bzw. Deutschland geht es viel schlechter. Das ist das Eine.

Das Andere ist: Wir nehmen die Welt um uns herum als selbstverständlich wahr. Vor allem all das, was uns in der Natur begegnet. Aber das ist alles nicht selbstverständlich: Betrachten wir jedes noch so kleine Lebewesen, werden wir sehen:

Es sind alles Wunder!

Jeder Mensch ist ein Wunder. DU bist ein Wunder! Allein wie unser Körper funktioniert. Dass Sauerstoff aus der Luft und Eiweiße, Fett und Zucker aus der Nahrung einen Menschen am Leben halten. Wer sich mal mit dem Zitronensäurezyklus oder der Blutgerinnung näher beschäftigt hat, weiß wie komplex biochemische Vorgänge in den Zellen sind. Und das alles ist nur ein Bruchteil vom materiellen Teil des Lebens. Ich finde es schlicht genial, wie sich Gott alles ausgedacht hat, mit welcher Liebe zum Detail Er die Erde, Pflanzen, Tiere und den Menschen geschaffen hat!

Dankbarkeit

Wie kann man anders, als Gott dafür zu danken und Ihn zu bewundern?!? In einigen Psalmen ist das Lob des Schöpfers Thema:

Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß; in Hoheit und Pracht bist du gekleidet.
Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt;
du baust deine Gemächer über den Wassern. Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und kommst daher auf den Fittichen des Windes,
der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern;
der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden, dass es nicht wankt immer und ewiglich.

Psalm 104, 1 – 5

Ebenso in den Psalmen 8, 19, 67, 96, 97, 98, 100, 136, 148. Besonders zu lesens- und betenswert ist Psalm 104, von dem ich oben einige Verse zitiert hab.

Dankbarkeit ist eine Haltung, die wir angesichts der Liebe, Kreativität, Gnade und Güte Gottes einüben sollten. Das Leben ist um soviel schöner, wenn man dankbar für das ist, was man hat. Wenn man wissen darf, dass Gott alles in seiner Hand hat. Uns muss man ja auch nicht zwingen, einen Künstler zu loben und zu danken, wenn er ein großartiges Werk geschaffen hat – genauso sollten wir Gott als dem größten Künstler sehr dankbar sein, für alles was er geschaffen hat.

Bevor es ein paar schöne Bilder gibt, hab ich noch ein Zitat für Dich:

In der Schönheit der Schöpfung sehen wir Gottes ausgestreckte Hand. Er will Seine Kinder heimlieben. Er wartet auf jeden von uns – Er wartet auf Dich!

12 Worte von M. Basilea Schlink, aus der Serie „Lob Gottes in der Schöpfung“

Die Bilder

Ein kleiner Einblick in ein alltägliches Tier, das jeder von uns kennt, das uns meistens lästig ist. Trotzdem ist es höchst faszinierend mit welcher Liebe zum Detail es geschaffen worden ist. Wer kennt es?

Ja, das ist eine Stubenfliege! Ein ganz normale Stubenfliege. Die Augen, der Flügel, der Hinter, der Kopf. Ziemlich cool – was?

Nachtrag Februar 2021:

Ein Zitat, dass ich gefunden habe:

Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden die zahllosen Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks

Gustav Flaubert (französischer Schriftsteller)

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